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PKV

PKV: BdV empfiehlt Tarifwechsel bei Beitragserhöhung

1. Dezember 2011

Mithilfe eines PKV- oder Tarifwechsels können Versicherte einer Beitragserhöhung in ihrem Tarif aus dem Weg gehen. Nun rät auch der Bund der Versicherten (BdV) Versicherten, die Möglichkeit eines Tarifwechsels innerhalb der Krankenversicherung  in Betracht zu ziehen. Die Möglichkeit zum PKV Wechsel empfiehlt der BdV dabei nur als letzte Möglichkeit, sollte sich kein passender Tarif finden lassen.

 

Einsparungen bei Tarifwechsel immens

Das Recht auf einen Tarifwechsel innerhalb der Krankenversicherung ist jedem Versicherten gesetzlich  im § 204 VVG zugesichert. Angesichts extremer Beitragserhöhungen von bis zu 40 Prozent in einigen Fällen bietet ein Tarifwechsel die angenehmste und bequemste Möglichkeit, einer Beitragssteigerung auszuweichen. Erst kürzlich nahm das Verbrauchermagazin Öko-Test die Wechselmöglichkeiten der privaten Krankenversicherer unter die Lupe. Dabei waren in einigen Fällen sogar Einsparungen von bis zu 300 Euro/Monat möglich. Das größte Einsparpotenzial stellte die Öko-Test dabei in geschlossenen Tarifen fest, da es hier häufig zu Überalterung aufgrund des fehlenden Neukundenzuflusses kommt.

 

Recht auf einen Tarifwechsel

Empfehlenswert ist es hier, die Krankenkasse schriftlich  zu einem Tarifwechsel-Angebot aufzufordern. Viele Krankenkassen würden sich häufig sträuben, ihren Kunden derartige Wechselmöglichkeiten offenzulegen, jedoch sollten Versicherte hier einfach hartnäckig bleiben, empfiehlt Bianca Boss vom BdV. Häufig sei es der Fall, dass Krankenkassen die Tarifwechsel-Schreiben der Versicherten als zweitrangig einstufen würden und eine Bearbeitung des Antrages daher nur sehr langsam erfolge. Daher sollten Versicherte darauf achten, in ihrer Aufforderung eine sinnvolle Frist zu setzen, so Boss. Häufig böten Krankenkassen ihren Versicherten an, dass diese im Gegenzug für einen Tarifwechsel die Eigenbeteiligung des Versicherten erhöhen würden. Dies sei laut Boss jedoch keine gute Lösung, da letzten Endes höhere Kosten auf den Versicherten zukommen könnten.

 

 

Problematik beim Wechsel der Krankenkasse

Zwar haben Versicherte aufgrund ihres Sonderkündigungsrechtes auch die Möglichkeit, die Krankenkasse zu wechseln, dies empfiehlt der BdV jedoch nur als letzten Schritt. Grund dafür ist der Verlust der kompletten oder zumindest eines Teils der Altersrückstellungen. Nur Versicherte, die nach dem 01.01.2009 in die private Krankenversicherung eingetreten sind, können einen Teil ihrer Altersrückstellungen in die neue Krankenkasse mitnehmen. Dieser Teil wird aufgrund der Beitrags zum Basistarif berechnet, was in jedem Fall einen Verlust für den Versicherten bedeutet. Zusätzlich ist bei dem Eintritt in eine neue Krankenkasse eine Überprüfung des Gesundheitszustandes unerlässlich, was bei Vorerkrankungen zu zusätzlichen Kosten führen kann.

 

 

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