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Politik

PKV Basistarif schadet privaten Krankenversicherungen

29. März 2011

Der Basistarif in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist hinsichtlich der Kosten und Leistungen an die gesetzliche Krankenversicherung angelehnt und völlig anders konzipiert als andere Tarife in der privaten Krankenversicherung. Eine Prüfung der Konsequenzen für die Gesellschaften fordert nun das Bundesverfassungsgericht, denn offensichtlich sind die möglichen Folgen derzeit noch nicht.

Mehr Versicherte im PKV Basistarif

Ende 2010 waren rund 21.000 Menschen im Basistarif der PKV versichert, diese Summe entspricht einer Steigerung von über 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Damit die privaten Krankenversicherungen keine überdimensional hohen Verluste riskieren, muß das Klientel der im Basistarif Versicherten mit der Höhe der Versicherungsprämien weitgehend in Einklang gebracht werden. So darf die Höhe der Beiträge den Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übersteigen. Doch gleichzeitig müssen die Beiträge auch für finanziell eher schwach gestellte Versicherte tragbar sein.

Beitragsrückstand der Versicherten im PKV Basistarif

Das größte Problem des PKV Basistarifs ist dann auch die ausstehende Beitragszahlung der Versicherten. Rund 33 Prozent zahlen ihre Beiträge nur zur Hälfte – auf die Altersrückstellungen in der PKV darf als Ersatzfinanzierung allerdings keinesfalls zurückgegriffen werden. Das Ergebnis liegt auf der Hand – der Basistarif kostet die Gesellschaften Geld in Form der Leistungen ohne aus Einnahmen entsprechend finanzierbar zu sein.

Ärzte lehnen Behandlung von Patienten im PKV Basistarif ab

Weiterhin wurde bekannt, daß einige kassenärztliche Vertragsärzte die Behandlung von Versicherten im PKV Basistarif mangels Rentabilität ablehnen. Sie werden mit ihren Leistungen mit Sätzen unterhalb der gesetzlichen Krankenversicherung honoriert. Eine Überprüfung des Basistarifs seitens der Regierung scheint also dringend angeraten zu sein.

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