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PKV

PKV Basistarif: Behandlung von Privatpatienten gefährdet

21. Februar 2011

Wie die Bundesregierung auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE mitgeteilt hat, könnten zehntausende Versicherte, die sich für den Basistarif der privaten Krankenversicherungen entschieden haben, künftig die Behandlung verweigert werden. Grund sind fehlende Verträge zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung und den Ärzten.

Der Basistarif der privaten Krankenversicherung ( PKV Basistarif ) sollte eine finanzierbare Lösung bieten, um die Versicherungspflicht in Deutschland umzusetzen. Viele Menschen, die lediglich die medizinisch notwendige Grundversorgung wünschen, haben sich für diesen Basistarif entschieden, auch weil die Krankenversicherungen Versicherte nicht ablehnen dürfen, selbst wenn Vorerkrankungen vorhanden sind. Zudem ist der Beitrag in Höhe des Maximalbeitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung nach oben gedeckelt.

Basistarif: der kleine Bruder des Privatpatienten

Obwohl der Basistarif lediglich eine Krankenversorgung auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenkassen sichert, können Versicherte dennoch verschiedene Leistungen der privaten Krankenkassen in Anspruch nehmen. Auch die Zahlung von Praxisgebühren oder aber die Beteiligung an Heilmitteln und Arzneimitteln ist nicht notwendig, denn diese werden von den privaten Krankenversicherungen vollumfänglich übernommen.

Fehlende Verträge zwischen Kassenärztliche Vereinigung und Ärzten bereiten Probleme

Jetzt jedoch hat die Bundesregierung mitgeteilt, dass viele Versicherte trotz regelmäßiger Beitragszahlungen bei vielen Ärzten nicht behandelt werden könnten. Dieses Statement erhielt die Fraktion DIE LINKE auf eine kleine Anfrage bezüglich der ärztlichen Versorgung der Bundesbürger. Bisher haben nämlich nur vier der insgesamt 17 Kassenärztlichen Vereinigungen Verträge mit den Ärzten geschlossen oder aber entsprechende Regelungen in den Satzungen umgesetzt.

Behandlungsverweigerung nur in Einzelfällen

Trotz dieser aktuellen Problematik geht der Sprecher der Bundesregierung nicht davon aus, dass Versicherte im Basistarif nicht behandelt würden. Der Sprecher bestätigte zwar Einzelfälle, massenhafte Behandlungsverweigerungen gäbe es bisher aber noch nicht. Zudem gehe man davon aus, dass in Kürze die noch fehlenden Vereinbarungen wohl umgesetzt würden.

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