zum Inhalt

PKV

PKV: Barmenia sieht Bürgerversicherung gelassen entgegen

27. März 2012

Momentan sieht sich die private Krankenversicherung an vielen Fronten Kritik ausgesetzt. Der Vorstandschef der Barmenia Krankenversicherung jedoch ist davon überzeugt, dass das System der PVK auch in Zukunft weiter neben dem der gesetzlichen Krankenversicherung bestehen bleibt. Vorstandschef Josef Beutelmann sieht den Beweis dafür im starken Wachstum der PKV im vergangenen Jahr und hofft zudem auf Rückhalt aus der Politik und speziell aus der Union.

 

Barmenia sieht keine Bedrohung in Bürgerversicherung

Als Josef Beutelmann am gestrigen Montag die Jahresergebnisse für das vergangene Jahr präsentierte, gab er sich zuversichtlich, dass die privaten Krankenvollversicherungen auch nach der Bundestagswahl 2013 weiter Bestand im System der PKV haben werden. Beutelmann geht davon aus, dass die große Koalition es auch in Zukunft keine grundlegende Änderungen am dualen System vornehmen wird. Schließlich sei dies in der Vergangenheit auch noch nicht vorgekommen. Sollte es 2013 zu einem Wahlerfolg für SPD und Grüne kommen, so rechnen jedoch viele Experten fest mit der Einführung der Bürgerversicherung.

 

Versicherte rechnen zunehmend mit Bürgerversicherung

Diese sieht es vor, dass jetzige duale System von PKV und GKV durch eine einheitliche Versicherung für alle deutschen Bürger zu ersetzen. Diese soll dann eine Art Grundabsicherung bieten, welcher dann durch eine Krankenzusatzversicherung aufgebessert werden kann. Auch bei einigen Krankenversicherern machen sich bereits erste Vorzeichen bemerkbar, dass auch immer mehr Versicherungsnehmer mit einer Einführung der Bürgerversicherung rechnen. So gingen bei einigen Versicherern die Neukundenzahlen im Bereich der Krankenvollversicherungen zurück, die Zahlen der Krankenzusatzversicherungen jedoch stiegen dagegen.

 

 

Schellstmögliche Fehlerbehebung

Jedoch konnte auch Beutelmann nicht leugnen, dass die private Krankenversicherung einige Fehler gemacht habe. Diese müssten daher schnellsten behoben werden, um das Vertrauen der Politiker und der Versicherten in die PKV wieder gänzlich  herzustellen. Dies beinhalte zum einen die Definition eines Mindestschutzes sowie eine bessere Stabilität im Bereich der Beiträge. Hier liegen bereits einige Lösungsvorschläge verschiedener Krankenversicherer vor. So wollen beispielsweise die Debeka KV und die HUK Coburg künftig absehbare Risiken in der Beitragsberechnung berücksichtigen, um die Beitragsstabilität so langfristig zu verbessern.

 

DKV will Kunden bei Tarifwechsel entgegenkommen

Auch im Bereich des Services könnte sich in der PKV in Zukunft so einiges tun. So kündigte die DKV Krankenversicherung beispielweise an, ihre Versicherten künftig über mögliche Tarifwechseloptionen informieren zu wollen.  Damit geht die DKV ein großes Tabuthema der PKV an, hatte das Verhalten vieler Krankenversicherer in der Vergangenheit doch immer wieder für Kritik gesorgt. Künftig müssen daher zumindest Versicherte der DKV keinen eigenhändigen private Krankenversicherung Vergleich mehr durchführen, sondern können verfügbare Tarifalternativen direkt im Internet einsehen.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie