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PKV

PKV: Barmenia Chef weist Branchenkritik zurück

16. April 2012

Auch wenn sich die private Krankenversicherung derzeit mit viel Kritik auseinandersetzen muss, so ist das Vertrauen der Branchenvertreter scheinbar ungebrochen. Barmenia Vorstandschef Josef Beutelmann sagte erst kürzlich in einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung (WZ): „Die private Krankenversicherung ist nicht am Ende. Ganz im Gegenteil, sie erlebe aktuell einen deutlichen Aufwärtstrend“.

 

Beutelmann weist Kritik zurück

Vor allem die Vorwürfe von Seiten der gesetzlichen Krankenversicherung weist Beutelmann zurück. Viele Vertreter der GKV hatten der PKV nur noch wenige Monate zu leben gegeben, viele gingen davon aus, dass sich die private Krankenversicherung am Ende selber abschaffen dürfte. Diese Vorwürfe jedoch weist Beutelmann zurück. Die PKV sei alles andere als Ende, aktuell sei sogar ein Aufwärtstrend zu bemerken. Betrachtet man nur die Zahlen, so konnte die private Krankenversicherung im vergangenen Jahr das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Geschichte abschließen. Die Nachfrage nach einer guten und zuverlässigen Gesundheitsversorgung sei nach wie vor ungebrochen,  so Beutelmann. Daran dürfte sich auch in diesem Jahr nichts ändern.

 

PKV bietet optimale Versorgungsmöglichkeiten

Beutelmann erklärte, das System der PKV sei in Europa und sogar weltweit einzigartig. Aufgrund des bestehenden Wettbewerbs zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung sei ein optimale Gesundheitsversorgung der Versicherten möglich, die zudem die freie Wahl beim System besitzen. Diese Meinung teilt auch PKV-Verbandsvorsitzender Volker Leienbach, der das aktuelle Zwei-Säulen-System als beste Möglichkeit für eine optimale Versorgung bezeichnete. Zudem sei die PKV auch für die gesetzliche Krankenversicherung auch für die GKV unerlässlich, da beispielsweise viele Krankenhäuser und Arztpraxen nur durch die Behandlung von Privatpatienten finanziert würden.

 

 

Beitragserhöhungen in PKV und GKV auf gleichem Niveau

Auch den Vorwurf der überhohen Beitragssteigerungen weist Beutelmann entschlossen zurück. Eine Berechnung der Ratingagentur Morgen & Morgen hatte erst kürzlich erwiesen, dass die Beitragssteigerungen beider Systeme in den letzten 15 Jahren in etwa auf dem gleichen Niveau lagen. Die PKV lag mit 3,3 Prozent gegenüber 3,1 Prozent der GKV nur unwesentlich höher. Zudem sei das Thema durch die Medien deutlich aufgeplustert worden. Als 2011 die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 15,5 Prozent erhöht worden seien, sei das Medienecho deutlich geringer gewesen, so Beutelmann. Für 2012 rechnet Beutelmann damit, zumindest bei den eigenen Krankenvollversicherungen ohne eine Erhöhung der Beiträge auskommen zu können.

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