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PKV

PKV: Ausführliche Beihilfeberatung keine Pflicht

31. Mai 2011

 

Das Oberlandesgericht Saarbrücken kam nun in einem aktuellen Urteil zu dem Schluss, dass eine private Krankenversicherung nicht zu einer umfassenden Beratung verpflichtet ist, wenn kein Anlass besteht. Der Versicherte müsse ausdrücklich nach den entsprechenden Details fragen, um eine ausführliche Beratung zu erhalten.

 

VVG besagt, Versicherer müsse nur nach eigenen Wünschen beraten werden

Das Versicherungsvertragsgesetz besagt, „Sollte ein Anlass bestehen, so ist der Versicherer nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu beraten und befragen“. Sollte ein Versicherer sich nicht an diese Satzung halten, so haftet dieser mit Schadensersatz. Und genau an diesen Abschnitt der VVG soll sich ein Versicherer nicht gehalten haben. Ein Beihilfeberechtigter klagte in Saarbrücken, da sein Versicherer ihn nicht darauf aufmerksam gemacht hatte, dass sein Sohn mit dem Erreichen des 27. Lebensjahres aus der Beihilfeberechtigung entfällt.

 

Beihilfeberatung muss ausdrücklich gewünscht sein

Das OLG Saarbrücken urteilte aber zu Gunsten des Versicherers. Laut Urteilsschrift bestehe seitens der Versicherung keine Beratungspflicht hinsichtlich von Beihilfeberechtigungen. Sie konnten sich der Meinung des Klägers nicht anschließen, die Versicherung habe den Versicherten nicht rechtzeitig bzw. zu wenig informiert. Die Versicherung sei nur in der Pflicht den Versicherten entsprechend zu beraten, wenn dieser eine entsprechende Beratung wünscht.

 

 

Beihilfe für Beamte

Gerade wegen der Beihilfe lohnt sich die private Krankenversicherung für die meisten Beamten. Sie bekommen von ihrem Arbeitgeber einen großen Teil ihres monatlichen Beitrags bezahlt, sie selbst tragen lediglich den individuellen Risikoanteil. Ein weiterer Vorteil für privatversicherte Beamte: Eigene Kinder bis 27 können ebenfalls Beihilfe erhalten.

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