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PKV

PKV: Auch Privatversicherte müssen beim Arzt warten

6. Juni 2011

 

 

 

Viele gesetzlich Versicherte müssen im Wartezimmer beim Arzt häufig länger warten als privatversicherte Patienten. Allerdings müssen auch diese warten, wenn auch deutlich kürzer. In den letzten Jahren hat sich der Abstand zwischen Privatpatienten und gesetzlich Versicherten aber merklich verkürzt, hat nun eine Umfrage ergeben. Befragt wurden rund 6000 Menschen ab 14 Jahren.

 

Umfrage bereits 2008 durchgeführt

Bereits 2008 wurde von Kantar Health eine Umfrage im Auftrag des BKK-Bundesverbandes zum Thema „Wartezeit beim Arzt“ durchgeführt. Damals  gaben rund 80 Prozent der Befragten an, mindestens ein Mal innerhalb der letzten 12 Monate bei einem Arzt gewesen zu sein.

 

Wartezeiten bei Ärzten

Im Durchschnitt warteten alle Patienten rund eine halbe Stunde bei alle Ärzten (2011: 27 Min. / 2008: 28 Min.). Am schnellsten ging es in den Wartezimmern der Zahnärzte, dort warteten die Patienten nur rund 13 Minuten, gefolgt von Gynäkologen mit 23 Minuten. Bei Augenärzten mussten die Patienten mit rund 37 Minuten etwas länger warten als der Durchschnitt. Auch bei HNO-Ärzten ging es mit 35 Minuten nicht ganz so schnell.

 

 

Terminvergabe bei Ärzten

Bei der Terminvergabe der Ärzte mussten Patienten mit akuten Problemen kaum warten, rund zwei Drittel der Befragten wurden noch am selben Tag behandelt – die Versicherung spielte hierbei keine Rolle. Bei Terminen mussten die gesetzlich Versicherten allerdings rund 20 Tage auf einen Termin warten, bei Privatpatienten waren es nur 14 Tage. Gegenüber 2008 verkürzte sich die Wartezeit der gesetzlich Versicherten um einen Tag, die Wartezeit für Patienten mit privater Krankenkasse verlängerte sich aber um 4 Tage.

Überhaupt keinen Arzttermin bekamen ca. 15 Prozent aller Befragten. 2008 waren es noch 13 Prozent. Dies galt aber in über 90 Prozent der Fälle nur für die Termine von Fachärzten wie Augenärzte, Dermatologen und Orthopäden.

 

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