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PKV

PKV: Arzneimittelrabatte durch ZESAR

1. Juli 2011

 

Nicht nur die Mitglieder der gesetzlichen, sondern auch der privaten Krankenkassen können nun von den Rabatten bei Arzneimitteln profitieren. Möglich wurde dies in der PKV durch die Gründung der zentralen Stelle zu Abrechnung von Arzneimittelrabatten (ZESAR). ZESAR ist eine Institution, die zusammen mit dem PKV-Verband und den Beihilfeträgern eingerichtet wurde. Sie kümmert sich darum, dass Rabatte für Arzneimittel auch entsprechend in der Pharmaindustrie geltend gemacht werden.

 

Aufgaben von ZESAR

ZESAR reicht die Rezepte von Privatversicherten, nachdem sie in der Apotheke eingelöst worden sind, bei der entsprechenden Krankenkasse ein. Weiterhin übernimmt ZESAR die Daten der Arzneimittel. Diese werden dann zusammen mit einer entsprechenden Rechnung an die Pharmahersteller geschickt. Die Rechnungen beinhalten 16 Prozent Herstellerrabatt, welcher von der Herstellern zu zahlen ist.

 

Rabatte in Höhe von 300 Millionen Euro erwartet

Nachdem ZESAR das Geld von den Herstellern erhalten hat, werden diese an die Krankenkassen und Beihilfeträger überweisen. Die Versicherten können sich dann aussuchen, ob sie das Geld in Form einer Prämie oder zur Stabilisierung ihrer Beiträge einsetzen möchten. Dabei werden Beitragserhöhungen mit den Rabattgeldern ausgeglichen und Versicherte zahlen weiterhin ihren normalen Beitrag. Experten erwarten, dass ZESAR rund 300 Millionen Euro durch die Arzneimittelrabatte wieder einfährt.

 

 

Erstattungen bereits in vollem Gange

Die Zeitschrift PKV publik berichtete im April, das erste Erstattung bereits bei den entsprechenden Krankenkassen eingegangen sein. Noch sind nicht alle rabattberechtigten Stellen in der Lage, ihre Rabatte geltend zu machen. Dies soll aber in den nächsten Monaten nachgeholt werden.

 

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