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PKV

PKV: Annahmerichtlinien der Halleschen KV verzeichnet erste Erfolge

25. Oktober 2011

Aufgrund der steigender Zahl an Nichtzahler in der privaten Krankenversicherung führten viele Versicherer neue Annahmerichtlinien oder komplett neue Bonitätsprüfungen ein, um das Eintreten weiterer Nichtzahler in die PKV zu verhindern. Die Hallesche Krankenversicherung hat nun ein erstes, sehr positives Resümee zu der neuen Bonitätsprüfung gezogen. Die Zahl der Nichtzahler sei deutlich zurückgegangen, so Vorstandsmitglied Wiltrud Pekarek. Abgelehnt wurden aufgrund der neuen Richtlinien bisher rund 10 Prozent der Antragssteller.

 

Zahl der hochwertigen Vermittlungen gestiegen

Um zu verhindern, dass immer mehr Versicherte in die PKV einsteigen und dann nach kürzester Zeit ihre Beiträge nicht mehr zahlen können, führten viele Krankenversicherer wie beispielsweise die Hallesche Krankenversicherung, die HanseMerkur sowie die DKV Anfang des Jahres neue Annahmerichtlinien für Neukunden ein. Die Hallesche Krankenversicherung zog nun als erste Krankenversicherung eine positive Bilanz aus den vorgenommenen Änderungen. So sei die Zahl an Nichtzahlern deutlich zurückgegangen. Außerdem habe die Änderung nicht wie erwartet zu einem Einknicken des Neukundenzuflusses geführt, erklärt Vorstandsmitglied Wiltrud Pekarek. Aber auch die Arbeit der Versicherungsmakler habe sich in den letzten Wochen und Monaten verbessert. So konnte die Hallesche Krankenversicherung in der letzten Zeit qualitativ hochwertigere Vermittlungen verzeichnen, als noch vor einigen Monaten.

 

Nichtzahlern droht Pfändung

Kommt ein Versicherter der Zahlungsaufforderung der Halleschen Krankenversicherung nicht nach, so erhält er nach kürzester Zeit einen ersten Erinnerungs-Anruf. Sollte auch nach dieser Aufforderung nicht gezahlt werden, so erhält der Versicherte auch noch einen zweiten Anruf. In rund 40 Prozent aller Fälle zahlen die Versicherten spätestens nach dem zweiten Anruf, so Vorstandsvorsitzender Walter Botermann. Sollte auch der 2. Anruf nicht den gewünschten Erfolg bringen, erhält der Versicherte wenig später einen ersten Mahnbescheid. Dies kann bis zur Pfändung gehen und bringt den Versicherten durch die Mahngebühren zusätzlich weiter in Schwierigkeiten.

 

 

Bonitätsprüfung für Selbstständige und Freiberufler

Viele Krankenversicherer richteten ihre neuen Annahmebedingungen an die Berufsgruppen der Selbstständigen und Freiberufler. Die Zahl der Nichtzahler ist in beiden Berufsgruppen besonders groß. Dies liegt daran, dass viele gerade junge Versicherte sich häufig übernehmen und die Geschäfte nach kürzester Zeit nicht mehr so laufen, wie es ursprünglich gedacht war. Der Beitrag zur privaten Krankenversicherung kann dann nicht mehr gezahlt werden. Um derartige Situationen zu vermeiden, führte die DKV eine extra Bonitätsprüfung für Selbstständige und Freiberufler ein. Um sich in der DKV krankenversichern zu können, muss ein Nachweis über die Vorversicherung über einen Zeitraum von 24 Monaten sowie die regelmäßige Beitragszahlung erbracht werden. Ob die Vorversicherung dabei in der PKV oder der GKV stattgefunden hat, ist nicht von Belangen.

 

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