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PKV

PKV-Wechsel: Altersrückstellungen bleiben bestehen

8. Mai 2011

 

 

 

Um keine überhohen Beiträge im Altern zahlen zu müssen, werden von den Krankenkassen sogenannte Altersrückstellungen gebildet. Diese Altersrückstellungen werden dann im hohen Alter dafür verwendet, die Beitragskosten zu senken, um den Geldbeutel zu schonen, da das Geld im Alter ja häufig knapper wird. Dieser Rückstellungen können bei einem Versicherungswechsel einfach in die neue Versicherung mitgenommen werden.

Altersrückstellungen können seit 2009 mitgenommen werden

Wechsler vor 2009 hatten meistens schlechte Karten. Vor der Gesundheitsreform verfielen meistens mühsam angesammelte Altersrückstellungen bei einem Versicherungswechsel. So konnten die Beiträge im hohen Alter urplötzlich explodieren, da sie ja an das höhere Alter und den meist schlechteren Gesundheitszustand angepasst werden mussten. Mit der Einführung der Gesundheitsreform 2009 änderte sich dies aber schlagartig. Bei einem Wechsel konnten Altersrückstellungen nun problemlos in die neue Krankenkasse übertragen werden. Der Wechsel zu einem anderen PKV-Anbieter brachte nun keine finanziellen Nachteile in dieser Hinsicht mehr mit sich.

PKV setzt auf Mischkalkulation

Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse werden in der PKV die Beiträge aufgrund von Alter, Gesundheitszustand und Leistungswünschen berechnet, währenddessen in der GKV das Einkommen als Berechnungsgrundlage dient. Die privaten Krankenkassen setzen hier auf sogenannte Mischkalkulationen, d.h. jüngere Mitglieder zahlen etwas höhere Beiträge als es für die Risikokalkulation nötig wäre. Dieses „überschüssige“ Geld fließt dann in die Altersrückstellungen, um Beitragserhöhungen im hohen Alter zu mindern. Die Beiträge werden pro Alters- und Tarifgruppe gesammelt und verzinst. Häufig können so während der Rente Beitragserhöhungen umgangen werden.

Entlastungstarife als Alternative

Diese neue Regelung, die den Verlust der Altersrückstellungen bei einem Wechsel der privaten Versicherung verhindert ist natürlich ein sehr positiver Effekt, der es Wechselwilligen einfacher macht, ihre PKV zu wechseln. Trotzdem sollte ein Wechsel gut überlegt und nicht überstürzt sein. Alternativ zu den Altersrückstellungen bieten manche Versicherungen auch so genannte Entlastungstarife an. Das Prinzip ist prinzipiell dasselbe wie bei den Altersrückstellungen, der Beitrag im Alter lässt sich so noch zusätzlich ein wenig drücken. Diese „Rückstellungen“ können dann aber bei einem Anbieterwechsel nicht mit in die neue Versicherung genommen werden.

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