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Private Krankenversicherung Beitragserhöhung 2013

PKV Beitragserhöhung 2013: Auswege aus der Kostenfalle

15. November 2012

PKV

PKV Beitragserhöhungen 2013

In der privaten Krankenversicherung (PKV) ist eine Beitragsanpassung 2013 für sehr viele Bestandskunden wahrscheinlich. Ein Grund für diese mögliche Beitragserhöhung liegt beispielsweise im sinkenden Rechnungszins auf dem allgemeinen Finanzmarkt.

Aber auch Neukunden der privaten Krankenversicherung müssen sich ab Ende des Jahres 2012 auf im Vergleich zur aktuellen Situation wesentlich erhöhte PKV Beiträge einstellen.

Doch sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden der privaten Krankenversicherung gibt es Auswege für die Beitragssteigerungen der PKV 2013.

Unisex Tarife führen zu höheren PKV Beiträgen für Neukunden in 2013

Durch die Einführung der Unisex Tarife in die private Krankenversicherung zum 21.12.2012 müssen sich vor allem männliche Neukunden der PKV auf wesentlich erhöhte Beiträge einstellen. Wer als Mann also seinen PKV Tarif nach dem 21.12.2012 abschließt, wird im Vergleich zu heute mit Beitragserhöhungen für seinen privaten Krankenversicherungsschutz in Höhe von bis zu 50 Prozent rechnen müssen. Grund hierfür ist, dass die Unisex – also geschlechtsneutralen – PKV Tarife die Benachteiligung von Frauen in der privaten Krankenversicherung über Beitragserhöhungen für Männer ausgleichen sollen.

Wie können Männer PKV Unisex Beitragssteigerungen entgehen?

Der einfachste Weg für Männer, die eine private Krankenversicherung abschließen möchten, liegt darin, den Beitragssteigerungen durch Unisex Tarife durch einen raschen PKV Beitritt zu entgehen. Wer nämlich seine private Krankenversicherung vor dem 21.12.2012 abschließt, kann den Beitragserhöhungen durch die PKV Unisex Tarife im wahrsten Sinne des Wortes zuvor kommen.

Denn die Unisex Tarife und die mit Ihnen verbundenen PKV Beitragserhöhungen gelten nur für Verträge von privaten Krankenversicherungen, die nach diesem Tag abgeschlossen werden. Wer also vor dem 21.12.2012 zur PKV stößt, kann noch problemlos einen der alten PKV Tarife abschließen und muss die Beitragserhöhungen für PKV Neukunden durch Unisex nicht fürchten. Wichtig ist im Voraus ein Vergleich der PKV nach Beitragsstabilität.

Beitragserhöhungen in 2013 für PKV Bestandskunden

Doch auch langjährigen Bestandskunden der privaten Krankenversicherungen stehen, zumindest bei einigen PKV Tarifen bestimmter Anbieter, im Jahr 2013 Beitragserhöhungen ins Haus. So ist der momentane Rechnungszins auf dem allgemeinen Kapitalmarkt so niedrig wie schon lange nicht mehr. Dieser niedrige Rechnungszins hat auch negative Auswirkungen auf manche Privatpatienten, denn ihr PKV Anbieter muss einen bestimmten Anteil ihrer Beiträge für ihre Altersrückstellungen am allgemeinen Finanzmarkt anlegen.

Sind die dort zu erzielenden Rechnungszinsen zu gering, so muss der private Krankenversicherer höhere PKV Beiträge verlangen, um trotz sinkendem Rechnungszins die vertraglich vereinbarten Altersrückstellungen für seine Versicherten erzielen zu können. Denn wenn die Altersrückstellungen des einzelnen privat Krankenversicherten zu niedrig sind, steigen seine Beiträge zur privaten Krankenversicherung im Alter in unbezahlbare Höhen.

Beitragsfalle PKV Einsteigertarife

Eine weitere typische Beitragsfalle sind die sogenannten PKV Einsteigertarife. Diese bieten beste Leistungen der privaten Krankenversicherung, allerdings sind die für sie zu entrichtenden Beiträge dermaßen niedrig kalkuliert, dass der PKV Versicherer mit ihnen hohe Verluste zu verzeichnen hat. Dies zwingt den privaten Krankenversicherer im Umkehrschluss natürlich, für seine vormaligen Einsteigertarife massive Beitragserhöhungen zu verhängen.

Besonders die Einsteigertarife der privaten Krankenversicherung der Central haben in den letzten Jahren traurige Berühmtheit erlangt, da für sie Beitragserhöhungen von 30 Prozent und mehr fällig wurden.

Möglichkeiten für Bestandskunden, PKV Beitragserhöhungen zu begegnen

Ebenso wie für Neukunden der privaten Krankenversicherung die Möglichkeit besteht, den PKV Unisex Tarifen zu entgehen, gibt es auch für PKV Bestandskunden Mittel und Wege, den möglicherweise anstehenden Beitragserhöhungen ihrer PKV Tarife zu begegnen. Hierfür haben PKV Bestandskunden zwei gute Möglichkeiten:

  • Erhöhung ihres PKV Selbstbehaltes
  • Wechsel ihres PKV Tarifes

PKV Beitragserhöhung mit Erhöhung des Selbstbehaltes ausschließen

Durch eine Erhöhung des PKV Selbstbehaltes ( Selbstbeteiligung ) kann eine Beitragsanpassung der privaten Krankenversicherung wie bereits hier berichtet umgangen beziehungsweise der bereits vereinbarte PKV Beitrag zumindest zeitweise gesenkt werden. Denn wenn der Privatpatient seinen Selbstbehalt erhöht, kommt er für seine medizinischen Kosten zu einem größeren Teil als zuvor selbst auf, was die Kosten des Versicherers und damit auch die PKV Beiträge des Versicherten senkt.

Durch Wechsel des PKV Tarifs Beitragserhöhungen vermeiden

Erhöht der private Krankenversicherer die Beiträge eines Versicherten, so hat dieser ein außerordentliches Kündigungsrecht. Wer der Beitragssteigerung durch einen Wechsel des PKV Tarifs vermeiden möchte, sollte allerdings nur den PKV Tarif, jedoch nicht den PKV Anbieter wechseln. Beim Anbieterwechsel verliert der Versicherte nämlich nicht nur die bisher angelegten Altersrückstellungen seiner privaten Krankenversicherung, er muss sich in der Regel auch einer neuen Gesundheitsprüfung stellen.

PKV Test: Beitragsstabilität gegen Beitragserhöhung

Das Verbraucherportal  test-private-krankenversicherungen.de hat private Krankenversicherungen mit überduchschnittler Beitragsstabilität, also einer positiven Beitragsentwicklung aus dem Test diverser Analysehäußer wie der Stiftung Warentest, Morgen & Morgen, S&P etc zusammengestellt und bietet hierzu einen Vergleich. Je höher die Finanzkraft einer PKV, desto stabiler können die Beiträge gehalten werden. Dies ist mitunter die beste Möglichkeit, Beitragsanpassungen bzw. Beitragserhöhungen der PKV nicht nur in 2013 zu begegnen.

 

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