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PKV

PKV 2012: Tarifwechsel bei Beitragserhöhung

29. November 2011

Am Ende eines Jahres nehmen für gewöhnlich die meistens privaten Krankenversicherer Beitragsanpassung an vielen ihrer Tarife vor. Dabei werden die Leistungsausgaben gegen die Beitragseinnahmen gegengerechnet. Liegt eine Abweichung von mehr als 10 Prozent vor, so müssen die Beiträge entweder nach oben oder nach unten angepasst werden. Für 2012 kündigten bereits einige Krankenversicherer wie die ARAG, die Central, die HanseMerkur sowie die Gothaer an, die Beiträge erhöhen zu müssen. Von einer Beitragserhöhung betroffene Versicherte haben nun die Möglichkeit, dieser durch einen Tarifwechsel oder den Wechsel der Krankenversicherung zu entgehen.

 

Viele überdurchschnittlich hohe Beitragserhöhungen 2012

Der Kostendruck steigt auch in der privaten Krankenversicherung immer weiter. Allerdings haben die privaten Krankenversicherer das Recht, bei einer mehr als 10-prozentigen Abweichung der Ausgaben-Einnahmen-Rechnung die Beiträge zu erhöhen. Grund für die steigenden Ausgaben sind die zunehmend älter werdende Bevölkerung sowie die steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Auch haben immer mehr Krankenversicherer unter einer zunehmenden Zahl von Versicherten zu leiden, die ihre Beiträge zur PKV nicht zahlen. Diese Kosten müssen dann von allen anderen Versicherten mitgetragen werden. Die „normalen“ Beitragserhöhungen in der Branche liegen bei rund 4-7 Prozent. Einige Krankenversicherer wie beispielsweise die Central oder die ARAG haben für einige Tarife besonders hohe Anpassung von 20-40 Prozent angekündigt.

 

Tarif innerhalb des Krankenversicherers wechseln

Ist der eigene Tarif von einer Beitragserhöhung betroffen, so können die Versicherten von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Dieses erlaubt es ihnen, fristlos entweder den Tarif oder die private Krankenversicherung zu wechseln. Allerdings sollten hier jedoch die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten abgewogen werden. Der Wechsel des Tarifs innerhalb eines Krankenversicherers erlaubt es dem Versicherten, seine Altersrückstellungen zu behalten. Dies kann besonders dann von Vorteil sein, wenn der Versicherungsnehmer bereits einige Jahre bei seinem Krankenversicherer versichert ist. Außerdem ist keine erneute Gesundheitsprüfung fällig, lediglich in einigen höherwertigen Tarifen kann es zu einer leicht vereinfachten Variante einer Gesundheitsprüfung kommen.

 

 

Wechsel der privaten Krankenversicherung

Sollte sich kein Tarif innerhalb des Versicherers finden lassen, so haben Versicherte außerdem die Möglichkeit, in eine andere Krankenversicherung zu wechseln. Hier empfiehlt sich zunächst ein genauer Vergleich der verschiedenen Tarife, um das bestmögliche Einsparpotenzial zu lokalisieren. Mit dem PKV Rechner kann der Beitrag zur neuen PKV im Voraus berechnet werden, um abschätzen zu können, mit welchen Kosten der Versicherte in Zukunft zu rechnen hätte. Der Fokus sollte hier jedoch nicht nur auf dem Beitrag, sondern vorrangig auf den Leistungen liegen.

 

 

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