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PKV

PKV 2012: Änderungen in der privaten Krankenversicherung

4. Januar 2012

Mit dem Jahreswechsel 2011/2012 erhöht sich auch der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung. Grund dafür ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 2012. Dieser Umstand dürfte vor allem bei Privatversicherten für Freude sorgen. Die Anhebung der JAEG (Jahresarbeitsentgeltgrenze) hingegen erschwert es Versicherten jedoch, einen Wechsel in die private Krankenversicherung zu vollziehen. Die größte Änderung 2012 dürften am Ende des Jahres die Unisex-Tarife mit sich bringen. Diese sollen die bisherigen geschlechterspezifischen Tarife in der PKV ersetzen und für Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau bei der Beitragsgestaltung sorgen.

 

Höherer Arbeitgeberzuschuss zur PKV 2012

2012 fällt der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung mit 279,23 Euro pro Monat etwas höher aus, als im vergangenen Jahr (2011: 271,01 Euro). Dies ist jedoch nur für die Versicherten von Vorteil, die den gesamten Arbeitgeberzuschuss bekommen. Die maximale Höhe des Arbeitgeberzuschusses wird dabei durch die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt. Liegen die Kosten für die Beiträge zur privaten Krankenversicherung über der Beitragsbemessungsgrenze, so muss der Versicherte für den Restbeitrag komplett alleine aufkommen.

 

Höhere Jahresarbeitsentgeltgrenze 2012

Durch die Anhebung der Jahresarbeitsentgeltgrenze 2012  auf 50.850 Euro (2011: 49.500 Euro) dürfte es einigen Wechselwilligen schwerer fallen, in die PKV zu wechseln. Denn nur wer als Arbeitnehmer mit seinem Einkommen über der JAEG liegt, kann einen Wechsel in die PKV vollziehen. Experten rechnen jedoch nicht mit einem Abriss des Neukundenzuflusses, da die Erhöhung der JAEG auf aktuellen Zahlen zur Einkommensentwicklung in Deutschland basiert. Freiberufler, Selbstständige und Beamte können jedoch auch weiterhin problemlos in die PKV wechseln, ohne dafür ein Einkommen oberhalb der JAEG vorweisen zu müssen.

 

 

Unisex-Tarife in der privaten Krankenversicherung

Die größten Veränderungen dürften in diesem Jahr durch die Unisex-Tarife bewirkt werden. Deren Einführung wurde im Laufe des vergangenen Jahres durch den Europäischen Gerichtshof beschlossen. Damit soll die Gleichberichtigung zwischen Mann und Frau bei der Beitragsberechnung wieder hergestellt werden. Aktuell werden in der PKV Männer und Frauen aufgrund ihres Geschlechts und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken unterschiedlich behandelt. Dies spiegelt sich vor allem in der Beitragsberechnung wieder: Frauen haben häufig einen deutlich höheren Beitrag zur PKV zu leisten als dies bei Männern der Fall ist. Experten rechnen daher mit deutlich höheren Beiträgen für Männer nach Einführung der Unisex-Tarife. Entgegen einigen Gerüchten sollen diese jedoch nur für Neukunden-Tarife und nicht für bereits bestehende Versicherungsverhältnisse eingeführt werden.

 

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