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PKV

PKV 2011: Beitragsrückerstattung wichtig für Steuererklärung

29. November 2011

Beitragsrückerstattungen erhalten nur die Versicherten von ihrer Krankenversicherung, die während des Zeitraums eines Jahres keine Rechnung bei ihrer PKV eingereicht haben. Wer eine Beitragsrückerstattung (BRE) von seiner Krankenkasse erhalten hat, sollte darauf achten, diese auch bei seiner Steuererklärung anzugeben, da eine BRE wichtig für die Berechnung des Lohnsteuerjahresausgleichs ist.

 

Beitragsrückerstattung nachteilig bei der Steuererklärung

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung lassen sich seit Anfang 2010 in vollem Umfang als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Hat der Versicherte jedoch einen Tarif mit der Aussicht auf eine Beitragsrückerstattung gewählt, so ist die steuerlich nicht unbedingt von Vorteil, da nur die tatsächlich gezahlten Beiträge zur PKV geltend gemacht werden können. Daher sollte bei der Wahl des Tarifs darauf geachtet werden, ob der Abschluss eines Tarifs mit BRE auch tatsächlich lohnenswert ist und ob sich dies für den Versicherten rechnet. Für einige Versicherte dürfte es sicherlich günstiger sein, die Rechnungen bei ihrer Krankenversicherung einzureichen und auf eine Beitragsrückerstattung zu verzichten. Wer jedoch eine Beitragsrückerstattung von seiner Krankenversicherung erhält, zahlt einen tatsächlich geringeren Beitrag zur PKV, welcher sich dann natürlich auch in der Steuererklärung bemerkbar macht.

 

Steuerliche Absetzbarkeit von Arzt- und Apothekenrechnungen

Wer häufig krank ist oder regelmäßig Medikamente benötigt, der sollte nicht unbedingt auf einen Tarif mit BRE setzen, da die Behandlungskosten sowie die Kosten für Arzneimittel schnell die eigentliche Erstattung der Beiträge übersteigen können. Wer sich jedoch dafür entscheidet, Arztrechnungen zunächst aus eigener Tasche zu zahlen und diese nicht bei der Krankenkasse einzureichen, kann diese in der Steuererklärung als „außergewöhnliche Belastung“ geltend machen. Jedoch kann hier nicht die komplette Summe steuerlich geltend gemacht werden, sondern nur der Teil, der über zumutbaren Eigenanteil liegt. Dieser wird je nach Familienstand individuell berechnet und kann zwischen 1-7 Prozent der Jahresbruttoeinkommens liegen.

 

 

Beitragsrückerstattungen in der privaten Krankenversicherung

Nimmt ein Versicherungsnehmer ein Jahr keine Leistungen seines Krankenversicherers in Anspruch bzw. reicht ein Jahr lang keine Rechnungen ein, so honoriert der Versicherer dies in vielen Fällen mit einer Beitragsrückerstattung. Dabei erhält der Versicherte einen Teil seiner gezahlten Beiträge zur PKV zurück. Wie hoch diese BRE ausfällt, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. In den meisten Fällen darf jedoch keine einzige Leistung mit seinem Krankenversicherer abgerechnet werden. Impfungen sowie bestimmte Vorsorgeuntersuchungen sind jedoch häufig von dieser Regelung ausgenommen.

 

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