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Politik

Philipp Rösler gegen Geldstrafe für Ärzte

1. März 2011

Die SPD stellte kürzlich ihre Pläne zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vor. Die Partei forderte in diesem Zusammenhang, drakonische Strafen gegen Ärzte zu verhängen, die ihre Patienten viele Tage auf einen Facharzttermin warten lassen. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler jedoch spricht sich gegen diese Reformpläne aus, will aber die Versorgung der gesetzlich Versicherten Kassenpatienten dennoch prüfen.

Kassenpatienten oft „Patient 2. Klasse“

Die Wartezeiten in Arztpraxen für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen sind häufig relativ lang, da viele Ärzte privat Versicherte bevorzugen. Der Grund hierfür sind natürlich die höheren Vergütungen, die Ärzte von den privaten Krankenversicherungen erhalten. Viele Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen fühlen sich daher häufig als Patient zweiter Klasse und fordern daher Reformen in der Krankenversicherung.

Rösler gegen Strafe für Ärzte

Die SPD griff den Unmut der Versicherten auf und forderte Strafen von bis zu 25.000 Euro, sollten Ärzte ihre gesetzlich versicherten Patienten weiterhin lange warten lassen. Dieser Vorschlag wird von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler jedoch nicht unterstützt, denn er machte deutlich, dass eine optimale Versorgung der Patienten nicht per Gesetz sichergestellt werden könnte. Rösler macht vor allem die häufig zu geringe Anzahl an Ärzten für den Versorgungsengpass verantwortlich. Er will daher bei diesem Problem ansetzen und unter anderem richtige Anreize schaffen, um zu erreichen, dass sich wieder mehr Ärzte in ländlichen Regionen ansiedeln.

 

 

Ärztemangel auch in Krankenhäusern

Auch Krankenhäuser in ländlichen Regionen klagen über einen Fachärztemangel. Dieser soll nach den Wünschen Röslers mit einem Zuschuss für die Ausbildung von Assistenzärzten ausgeglichen werden. Diese Maßnahmen, so Rösler, könnten natürlich nicht kurzfristig greifen, sondern einen nur längerfristigen Erfolg ermöglichen. Daher werde sich an der aktuellen Versorgungsproblematik wohl so schnell nichts ändern.

Private Krankenzusatzversicherung schließt Versorgungslücke

Für gesetzlich Versicherte, die ein Plus an Leistungen wünschen, bietet sich allerdings die private Zusatzversicherung an. Diese wird sowohl von gesetzlichen wie auch von privaten Krankenversicherungen angeboten und kann für den ambulanten Bereich ebenso abgeschlossen werden wie für den stationären oder den zahnärztlichen Bereich.

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