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Pflegeversicherungsbeitrag 2015

Pflegeversicherung Beitragssatz 2015

16. Dezember 2014

Pflegeversicherung Beitrag 2015

Beitragssatz Pflegeversicherung 2015

Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung werden analog den übrigen Sozialversicherungen auf Basis des Bruttoverdienstes berechnet. Der allgemeine Pflegeversicherung Beitragssatz liegt aktuell bei 2,05 Prozent, wobei jeweils 1,025 von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu tragen sind.

Der höchstmögliche Pflegeversicherungsbeitrag 2015 ermittelt sich anhand der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze ( BBG PV 2015 ) zur gesetzlichen Krankenversicherung, die für 2015 bei 4.125 Euro Einkommen pro Monat festgelegt wurde.

Die Beitragssätze zur Pflegeversicherung 2015

Um die Kosten für die Pflege älterer Menschen finanzieren zu können, wurde bereits vor einigen Jahren die gesetzliche Pflegeversicherung ins Leben gerufen. Zudem empfehlen staatliche Stellen sowie die Stiftung Warentest für das Alter selbst vorzusorgen und eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Sie soll mit den Beiträgen der Versicherten die Kosten für Pflege decken und so weitere staatliche Hilfen verhindern.

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung wird gesetzlich festgelegt und beträgt aktuell 2,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Diesen Pflegeversicherungsbeitrag müssen Arbeitgeber natürlich nicht allein finanzieren, denn auch die Arbeitgeber beteiligen sich zur Hälfte. So tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je 1,025 Prozent des Bruttoentgeltes. Lediglich im Bundesland Sachsen gibt es eine abweichende Regelung. Hier tragen Arbeitnehmer 1,525 Prozent der Kosten, Arbeitgeber müssen hier lediglich 0,525 Prozent entrichten.

Da der demografische Wandel durch Kinderlosigkeit beschleunigt wird und hierdurch die Kosten steigen, müssen Kinderlose ab Vollendung ihres 23. Lebensjahrs einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,25 Prozent entrichten. Ihr Beitrag beläuft sich somit auf 1,275 Prozent. Arbeitgeber müssen in diesem Fall keine höheren Kosten befürchten.

Der Einfluss der Beitragsbemessungsgrenze auf den Pflegeversicherungsbeitrag 2015

Da Gutverdiener ohnehin hohe Beiträge in die Sozialkassen entrichten, wurde die Beitragsbemessungsgrenze ( BBG ) geschaffen, die angibt, bis zu welchem Einkommen die Beiträge berechnet werden, der Beitrag ist somit nach oben gedeckelt. Erzielt ein Arbeitnehmer dieses Einkommen, steigt die finanzielle Belastung nicht weiter an. Für das Jahr 2015 rechnen Experten mit einer Beitragsbemessungsgrenze von 4.125 Euro monatlich. Hieraus errechnet sich dann der maximale Beitrag zur Pflegeversicherung:

Allgemeiner Beitrag: 4.125 Euro x 1,025% = 42,28 Euro
Beitrag für Kinderlose: 4.125 Euro x 1,275% = 52,59 Euro

Für Arbeitnehmer errechnet sich somit ein allgemeiner Beitrag in Höhe von 42,28 Euro, den Arbeitgeber analog übernehmen müssen. Kinderlose Arbeitnehmer müssen künftig maximal 52,59 Euro entrichten.

Minimaler und Höchstbeitrag zur Pflegeversicherung 2015

Der Minimalbeitrag hingegen errechnet sich aus dem Mindesteinkommen. Bei Einkommen zwischen 450 – 800 Euro steigt der Beitragssatz für Arbeitnehmer immer weiter an. Arbeitgeber entrichten den Normalbeitrag.

Man spricht hier von einer Gleitzone, durch die die Beiträge für die Sozialversicherungen durchschnittlich nur 30 Prozent der eigentlichen Kosten betragen. Erst ab dem Erreichen der 800-Euro-Einkommensgrenze wird der allgemeine Beitrag erhoben.

Der Arbeitgeberzuschuss bei privat Versicherten

Pflegebedürftigkeit ist ein Risiko, das jeden Menschen treffen kann. Aus diesem Grund wurde seitens der Regierung beschlossen, die Absicherung der Pflegebedürftigkeit zur Pflicht zu machen. Dies ist nicht nur bei gesetzlich Versicherten, sondern auch bei Angehörigen der privaten Krankenversicherung der Fall. Auch sie müssen sich gegen das Risiko der Pflege versichern.

Viele Private Krankenversicherungen haben entsprechend reagiert und bieten die private Pflegeversicherung bereits in Kombination mit der PKV an. Da die Pflegeversicherung als Pflichtversicherung gilt, haben auch privat versicherte Arbeitnehmer Anspruch auf den Arbeitgeberanteil. Dieser beläuft sich auf den Maximalbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung, also pro Monat 42,28 Euro.

Testsieger: Private Pflegeversicherung Vergleich Stiftung Warentest

Wer privat mit einer Üflegeversicherung vorsorgen will, sollte bei der Wahl der Policen auch die bewertungen und Empfehlungen der Finanztest beachten. Hierzu eignet sich der private Pflegeversicherung Vergleich der Stiftung Warentest, die regelmäßig die Testsieger unter den besten privaten Pflegeversicherungen küren. Eine Übersicht der Pflegeversicherung Testsieger findet sich hier.

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