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Gesundheit

Patientenrechtegesetz: Behandlungsfehler mit Konsequenzen

29. März 2011

Wenn Ärzte Fehler bei der Behandlung machen, hat dies oft nicht nur gravierende gesundheitliche Konsequenzen für die Patienten – es ergeben sich daraus auch finanzielle Nachteile und nicht selten ein langwieriger Rechtsstreit durch viele Instanzen. Die Belastung für die Betroffenen liegt dann auch auf der Hand – sie leiden unter den Behandlungsfehlern, aber auch unter dem gesamten rechtlichen Verfahren. Ein neues Patientenrechtegesetz soll helfen, Patienten in ihren Rechten zukünftig zu stärken.

Patientenrechtegesetz überfälig: über 1 Million Behandlungsfehler pro Jahr

Nach Meinung von Experten sind jährlich über eine Million Patienten von ärztlichen Behandlungsfehlern betroffen. Doch wie ist ein solcher Fehler nachzuweisen? So fordert das Patientenrechtegesetz, zukünftig bei schweren Behandlungsfehlern eine sogenannte Beweislastumkehr. Dadurch wird der Arzt verpflichtet, den Nachweis der richtigen Behandlung zu erbringen.

Krankenkassen müssen Kosten schneller erstatten

Doch das neue Gesetz soll auch den Umgang der Betroffenen mit den Krankenkassen weiter stärken. Wie allerdings die konkrete Unterstützung der Krankenversicherungen bei Behandlungsfehlern zukünftig aussieht, ist bisher eher eine Vermutung. Konkrete Verbesserungen wiederum gibt es im Bereich der Schnelligkeit der Leistungsgewährung. Reagieren die Kassen hier zukünftig nicht schnell genug und verstreicht die gesetzte Frist, gilt die Leistung als zugesagt.

Patientenrechtegesetz Mindert Leid der Betroffenen

So ist das Patientenrechtegesetz dann auch ein erster Schritt, Patienten mehr Rechte zu verschaffen – doch es ist eben nur ein erster Schritt. Gerade im Zusammenspiel zwischen Ärzten, Versicherungen und den Forderungen nach Schadenersatz muss es in Zukunft eine stärkere Berücksichtigung der Patienten Interessen geben.

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