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Organspendeausweis der TK

Organspende: Techniker Krankenkasse verschickt Ausweise

4. November 2012

Techniker Krankenkasse TK

Techniker Krankenkasse Organspendeausweis

Mit dem ersten November 2012 erhielt die Gesetzesreform zum Transplantationsgesetz Gültigkeit. Im Zuge der Gesetzesreform erhalten alle Versicherten der gesetzlichen sowie privaten Krankenversicherungen innerhalb eines Jahres Post von ihrer jeweiligen Krankenversicherung. In dem Schreiben klären die Krankenkassen über die Möglichkeit zur Organspende auf, beigelegt ist jedem Schreiben ein Organspendeausweis. Die Techniker Krankenkasse verschickt nun erste Organspendeausweise an Versicherte.

Organspende: Ja oder Nein

Ziel ist es, die Anzahl der Organspender deutlich anzuheben. Jeder Bundesbürger wird in dem Schreiben dazu aufgefordert, einige Fragen zu beantworten und am Ende entweder die Bereitschaft zur Organspende zu bekunden oder dies zu negieren. Eine Verpflichtung zur Beantwortung der Fragen besteht indes nicht. Als Vorreiter in Sachen Aufklärung über die Organspende versteht sich die Techniker Krankenkasse. Diese hat bereits jetzt, damit begonnen die Organspendeausweise an ihre Mitglieder zu versenden.

Techniker Krankenkasse will erste Organspendeausweise verschicken

Gegenüber der „dapd“ sagte Jens Bass, Vorsitzender der Techniker Krankenkasse, dass bedingt durch die jüngsten Organspende-Skandale viele Menschen verunsichert seien. Aus diesem Grunde so Bass weiter, „sei die Techniker Krankenkasse der Meinung, dass die Bürger gerade jetzt sachliche und ergebnisoffene Informationen benötigen würden“. Durch die Änderung des Transplantationsgesetzes erhalten die Versicherten nunmehr Informationen bereitgestellt, die sie sich vor der Gesetzesänderung selbst hätten besorgen müssen. Ziel der Anschreiben ist es, dass sich jeder Bundesbürger die Frage stellt, ob eine Organspende für ihn persönlich infrage kommt oder nicht.

Ausschluss einzelner Organe im Ausweis ist möglich

Neben einer allgemeinen Einwilligung zur Organspende ist auch der Ausschluss bestimmter Organe möglich. So lässt sich die Organspende beispielsweise nur auf die Leber oder die Hornhaut der Augen beschränken. Bedingt durch die kürzlich in den Medien stark thematisierten Organspende-Skandale an zwei Transplantationszentren in Göttingen, Regensburg und dem Aufkommen des Verdachts gegen ein Transplantationszentrum in München ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung stark gesunken.

Grundsätzlich hohe Bereitschaft zur Organspende gegeben

Grundsätzlich sind jedoch weiterhin 74 Prozent der Bundesbürger bereit Organe nach ihrem Ableben bedürftigen Menschen zur Verfügung zu stellen. Trotz der hohen Grundbereitschaft in der Bevölkerung besitzen bisher nur 25 Prozent der Bundesbürger über 16 Jahren einen Organspendeausweis. Durch die Anschreiben der Krankenkassen soll dieser Anteil nunmehr deutlich nach oben korrigiert werden.

Organspende: persönliche Zustimmung oder durch Angehörige

Im Zusammenhang mit der Organspende ist zu erwähnen, dass nach dem Ableben eines Menschen entweder die nächsten Angehörigen posthum die Einwilligung zur Organspende geben können oder aber der Verstorbene dies durch das Ausfüllen eines Organspendeausweises zu Lebzeiten selbst bekunden kann. Die letztere Lösung hat den Vorteil, dass Kliniken sofort handeln können und dem Verstorbenen die Organe entnehmen können, während in dem ersten Fall erst noch seitens der behandelnden Ärzte zum Teil langwierige Überzeugungsarbeit geleistet werden muss.

Zeit entscheidet bei Organtransplantation über Leben und Tod

Hierdurch kann jedoch in Bezug auf den potenziellen Spendenempfänger wertvolle Zeit verloren gehen. Aus diesem Grunde soll durch die Änderung des Transplantationsgesetzes eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende erreicht werden. Diese soll letztlich den Spendenempfängern eine bessere und schnellere Hilfe zukommen lassen.

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