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Gesundheit

Ökotest: Spielzeug-Giraffe „Sophie“ mit krebserregenden Stoffen belastet

19. Januar 2012

Neben Tests zur privaten Krankenversicherung führt die Verbraucherzeitschrift Ökotest auch Tests zur Umweltverträglichkeit von Spielzeug für Kinder durch. In der Ausgabe des Novembers vergangenen Jahres berichtete Ökotests darüber, dass die Spielzeuggiraffe „Sophie“ des Herstellers Vulli nicht verkehrsfähig ist und somit nicht im freien Handel verkauft werden dürfe. Die Zeitschrift wies nitrosierbare Amine im Kunststoff der Giraffe nach, welche nachweislich die Krebsbildung fördern.

 

Hersteller erwirkt einstwilige Verfügung gegen Ökotest

Im vergangenen Jahr unterzog die Verbraucherzeitschrift „Ökotest“ verschiedenen Spielzeuge für Kinder in ihrer Oktober-Ausgabe einem Test. Dabei stellten sie bei der Spielzeuggiraffe des französischen Herstellers „Vulli“ fest, dass sich beim Spielen gefährliche krebserregende Stoffe, sogenannte nitrosierbare Amine, aus dem Plastik des Spielzeugs lösen können. Aufgrund dieses Umstandes fiel auch das Urteil zum Spielzeug des französischen Herstellers mit „mangelhaft“ entsprechend aus. Der Hersteller jedoch wollte dies nicht einfach so hinnehmen und reichte beim Landgericht Berlin eine Klage auf einstweilige Verfügung ein. Diese wurde jedoch nun wieder aufgeboben, was bedeutet, Ökotest darf ihr Urteil nun wieder frei aussprechen.

 

Französisches Verbrauchermagazin stellt ebenfalls krebserregende Stoffe fest

Neben Ökotest hatte auch das französische Verbrauchermagazin „Que Choisir“ eine erhebliche Menge der herauslösbaren nitrosierbaren Amine in der Spielzeuggiraffe gefunden. Der Hersteller Vulli protestierte 2011 heftigst gegen die Vorwürfe der Ökotest, da das Spielzeugtier bis zu diesem Zeitpunkt als ein beliebter Ersatz für Schnuller darstellte und dementsprechend großen Anklang bei Eltern und Kindern fand. Diese Streiterei ging sogar so weit, dass der Hersteller vor dem Berliner Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen Ökotest erwirken konnte.

 

 

Ökotest rät Eltern zu Umtausch

Nachdem diese einstweilige Verfügung nun jedoch wieder aufgehoben wurde, steht es Ökotest frei, ihre Behauptung aufrechtzuerhalten. Ökotest rät nun allen Eltern, die das Spielzeug ihren Kindern gekauft haben, von ihrem Umtauschrecht Gebrauch zu machen. Die Werte hätten deutlich über den erlaubten deutschen Richtwerten gelegen, die Giraffe sei also nicht verkehrsfähig gewesen, so Ökotest. Der Hersteller dementierte die Vorwürfe im vergangenen Jahr, gab bisher aber keine erneute Stellungnahme ab.

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