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PKV

Neuer Ombudsmann für private Krankenversicherungen

17. März 2014

Ombudsmann schlichtet Streit

Ombudsmann schlichtet Streit

Streit gibt es in allen Vertragsverhältnissen: ob Versicherung oder Mietverhältnis und bei vielen anderen Dingen auch. Daher wurden die Stellen der sogenannten Ombudsleute ins Leben gerufen, also solche, die für einen speziellen Fachbereich als „Schiedsrichter“ eine Klage verhindern sollen. An sie kann man sich wenden, wenn man mit einem Bescheid oder einem Vertrag nicht einverstanden ist. Einen solchen Ombudsmann gibt es auch für Fragen rund um die private Krankenversicherung.

Seit Jahresanfang der „Neue“

Heinz Lanfermann ist seit Jahresbeginn 2014 der Ombudsmann für private Krankenversicherungen. Wer einen Konflikt mit seiner Versicherung hat, kann sich an ihn wenden und auf eine Klärung hoffen.

Welche Probleme werden am häufigsten angezeigt?

Wie der neue Ombudsmann zu berichten weiß, sind es im häufigsten Fall Streitigkeiten über die medizinische Notwendigkeit von Behandlungsmaßnahmen. Während Patient und Arzt der Meinung sind, eine Behandlung durchführen zu müssen, lehnen die Krankenkassen die Kostenübernahme dafür ab. Weitere Gründe für die Meldung beim Streitschlichter sind Auslegungen und Anwendungen der ärztlichen Gebührenordnung oder von diversen Versicherungsbedingungen.

Die Hilfe durch den Ombudsmann

Wendet sich ein Patient an ihn, wird dieser Einzelfall geprüft. Dafür müssen alle Schriftstücke etc. vorgelegt werden. Mitunter gibt es tatsächlich verschiedene nachvollziehbare Sichtweisen auf den Fall. Ein Kompromiss ist dann das einzig Richtige. Beide Seiten sollen aufeinander zugehen, dafür sorgt der Ombudsmann im Idealfall.

Eingeschränkte Vollmacht

Einen Ombudsmann gibt es auch bei den Versicherungen, also solchen, die nicht krankenversichern, sondern Auto oder Leben, Gebäude oder Unfallversicherungen anbieten, um nur einige zu nennen. Diese haben von Gesetzes Hand die Möglichkeit, bei einem Streitwert bis 5.000 Euro eine Entscheidung zu fällen, die dann verbindlich für alle Seiten ist. Der Ombudsmann für private Krankenversicherung hat diese Befugnis nicht.

Das Ziel: eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden

Anders als Sachversicherungen oder auch eine Lebensversicherung sollte ein Vertrag mit der Krankenversicherung im Idealfall lebenslang halten. Aus diesem Grund ist eine gütliche Einigung besonders wichtig. Eine verbindliche Entscheidung für oder gegen eine Partei ist deshalb nicht geeignet, ein gutes Verhältnis zwischen den Vertragsparteien fortzusetzen. Die Streitschlichtung hat also oberste Priorität. Daher wird von verbindlichen „Ergebnissen“ abgesehen.

Wenn keine Verbindlichkeit besteht – wer hält sich dann daran?

Wie die Praxis zeigt, halten sich die Unternehmen, also in diesem Fall die privaten Krankenversicherungen, fast immer an das, was der Streitschlichter empfiehlt. Zwar müssen sie das nicht, tun aber in der Regel gut daran, den Kunden nicht vollkommen zu verärgern, sondern diesem entgegenzukommen. Daher gehen auch viele Versicherte diesen Weg, um einen Kompromiss auszuhandeln, der auch von der PKV akzeptiert wird. Zu erreichen ist der Ombudsmann für private Krankenversicherungen über www.pkv-ombudsmann.de oder Telefon 01802 55 04 44.

 

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