zum Inhalt

Gesundheit

Neue Hygieneverordnung für Krankenhäuser in Hessen

8. Februar 2011

Krankenhäuser in Hessen sind in den letzten Wochen in die Schlagzeilen geraten, als verunreinigtes OP-Besteck Operations-Absagen zur Folge hatten. Obwohl das Besteck nachweislich steril war, hatten Tester Rückstände entdeckt, deren Ursachen bis heute noch nicht geklärt werden konnten. Stefan Grüttner, der Sozialminister in Hessen, will nun die Ursachen an den Kliniken in Fulda und Kassen klären. Hierzu sollen Gespräche unter anderem mit der Krankenhausgesellschaft in Hessen sowie mit den Kommunalen Spitzenverbänden geführt werden. In diesen Gesprächen sollen dann die Ursachen der Verunreinigungen geklärt und gleichzeitig Maßnahmen besprochen werden, mit denen die Hygiene an den Krankenhäusern in Hessen deutlich verbessert werden können.

Steriles OP-Besteck weist Rückstände auf

Krankenhäuser sollten sterile Orte sein, an denen Verunreinigungen nicht vorkommen dürften. Schließlich verursachen Defizite in der Hygiene nicht nur das Ausbreiten von Bakterien, sondern es können sogar tödliche Infektionen entstehen, die die von Operationen geschwächten Patienten schnell gefährden können. Bereits seit einiger Zeit werden immer häufiger Infektionen mit MRSA festgestellt, die mit den herkömmlichen Antibiotika meist nicht mehr behandelt werden können. Ein schwerer Verlauf der Erkrankung, der bis zum Tod des Patienten führen kann, ist die Folge.

Krankenhäuser sollen bei Hygieneverordnung in die Pflicht genommen werden

Aus diesem Grund plant Grüttner noch in diesem Jahr die Einführung einer neuen Hygieneverordnung in Hessen. Sie soll den Behörden die Möglichkeit geben, die Umstände und die Hygienevorschriften besser zu überwachen und so für Verbesserungen zu sorgen. Allerdings sei es nicht allein Aufgabe der Politik, die Hygienevoraussetzungen in den Krankenhäusern zu verbessern. Auch die Häuser selbst müssten laut Grüttner in die Pflicht genommen werden und Verbesserungen anstreben. Positive Effekte könnten dabei unter anderem mit einer verbesserten Ausbildung und der regelmäßigen Schulung der OP-Mitarbeiter erreicht werden.

Nicht nur in Hessen wird eine bessere Hygiene gefordert, auch die Bundesärztekammer fordert während eines Forums in Berlin verbesserte gesetzliche Regelungen. Die Ärzte fordern gleichzeitig aber auch mehr Fachpersonal, welches die gesetzlichen Anforderungen dann auch umsetzen kann.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie