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Gesundheit

Nebenwirkungen von Schmerzmitteln von häufig unterschätzt

20. Januar 2012

Bei Kopfschmerzen, Zahnschmerzen oder Migräne greifen viele Verbraucher sofort zu Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen. Vielen ist jedoch nicht bekannt, dass die Schmerzmittel neben einer Linderung der Schmerzen auch zu Leberschäden und in Extremfällen sogar tödlich sein können. Aufgrund dieser extremen Nebenwirkungen fordern viele Forscher und Ärzte bereits seit geraumer Zeit, Schmerzmittel nur bei ärztlicher Verschreibung herauszugeben.

 

Schmerzmittel bergen große Nebenwirkungen

Viele Verbraucher nutzen Schmerzmitteln bei Kopfschmerzen, einer durchzechten Nacht oder Migräne. Rund 3,8 Millionen Menschen konsumieren pro Jahr nicht-verschreibungspflichtige Schmerzmittel. Dass die Schmerzmittel aber keineswegs harmlos sind und teilweise sehr heftige Nebenwirkungen aufweisen können, ist den meisten Verbrauchern nicht bekannt. Viele gehen davon aus, dass nicht-verschreibungspflichtige Medikamente bedenkenlos genommen werden können und keine gefährlichen Nebenwirkungen besitzen. Schmerzmittel können jedoch zum Teil erheblich Leberschäden hervorrufen, in Extremfällen können die Mittel außerdem zum Tod führen.

 

Überdosierung kann zu Leberschäden führen

Die größte Gefahr geht von einer Überdosierung aus, erklärt Professor Kay Brune von der Universität Erlangen. Schmerzmittel wie beispielsweise Paracetamol würden heute in Deutschland nicht mehr zugelassen werden, da sie bereits ab einer Dosis von 4 Gramm am Tag zu erheblichen Leberschäden führen können, wie Brune gegenüber dem Fokus berichtet. Nimmt ein Verbraucher die doppelte Dosis, also 8 Gramm, so droht akutes Leberversagen. Brune rät daher, bei Schmerzen auf den Konsum von Paracetamol zu verzichten. Neben Paracetamol ist dem Professor aber auch Aspirin ein Dorn im Auge. Aufgrund des enthaltenen Wirkstoffs ASS, der blutverdünnend wirke, setzen sich Konsumenten grundlos einem hohen Blutungsrisiko aus. Die Einnahme von Aspirin sei zudem ein häufiger Grund für Verzögerungen bei Operationen, so Brune.

 

 

Gleichzeitige Einnahme von verschiedenen Schmerzmitteln kritisch

Große Skepsis äußerte der Professor zudem auch bei der Einnahme 2 oder mehr verschiedener Schmerzmittel. Diese enthalten häufig verschiedene Wirkstoffe, deren gemeinsame Einnahme nicht unbedingt ratsam ist. Verbraucher verlieren so schnell den Überblick über die von ihnen eingenommene Menge an Schmerzmitteln. Leidet ein Verbraucher an Schmerzen, so sollte dieser laut Brune lieber auf Ibuprofen oder Deiclofenac zurückgreifen. Jedoch bestehe auch hier ein gesundheitliches Risiko, wenn die Höchstmenge überschritten werde. Jedoch seien die beiden genannten Schmerzmittel besser erforscht und gesundheitlich besser verträglich, erklärt Brune. Ausschlaggebend ist jedoch auch hier die Dosis.

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