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Gesundheit

Metabolisches Syndrom: Stellgröße Zellmembran

15. Juni 2011

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Menschen mit Übergewicht in Deutschland permanent zugenommen. Schuld daran ist vor allem eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. Finnische Forscher haben eine Studie veröffentlicht, in welcher in einer Langzeitstudie mit Zwillingen in Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom eine Stellgröße für Fettleibigkeit entdeckt wurde.

 

Folgen der Fettleibigkeit werden oft nicht erkannt

Viele Übergewichtige leiden am so genannten metabolischen Syndrom, was bedeutet dass es aufgrund von Übergewicht zu ernsthaften Erkrankungen wie Diabetes Typ II, zu Gefäßerkrankungen oder Störungen im Stoffwechsel und Kreislauf kommen kann. Es sind nicht nur die sofort erkennbaren ästhetische Gründe, die gegen Übergewicht sprechen. Fettleibigkeit kann auch zu ernsthaften Konsequenzen – wie dem metabolischen Syndrom – führen, wenn man sie ignoriert.

 

Forscher aus Finnland vom VTT Technical Research Centre of Finland, haben herausgefunden, dass die Fettzellen erheblichen Anteil für das metabolische Syndrom tragen. Dafür wurden 21 Zwillingspaare, bei denen jeweils ein Zwillingsteil unter Fettleibigkeit litt, untersucht und beobachtet. Dabei kam heraus, dass die Fettzellen ab einem gewissen Grad nicht mehr wachsen können und stattdessen die Struktur der Zellmembran verändern.

 

 

Quelle liegt bei Omega-6-Fettsäuren

Das angesammelte Fett wird von einer Membran umgeben, welche zu gleichen Teilen aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren besteht. Die durch die Fettleibigkeit hervorgerufene Membranveränderung führt dazu, dass vermehrt Omega-6-Zellen an der Membranbildung teilnehmen.

 

Da es möglich ist, dass Omega-6-Fettsäuren Entzündungen hervorrufen können, ist es laut den finnischen Forschern immens wichtig, diese Membranveränderung zu unterbinden. Neben einem Verhindern der Strukturumwandlung ist eine Prophylaxe aber von genauso entscheidender Bedeutung – dafür müssen die Patienten ihre Einstellung ändern und einen gesünderen Lebensweg einschlagen.

 

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