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Gesundheit

Malaria: 1,2 Millionen Todesfälle im vergangenen Jahr

6. Februar 2012

Die Infektionskrankheit Malaria kommt vor allem in den tropischen Ländern dieser Erde vor. Übertragen wird die Krankheit dabei durch die Mückengattung „Anopheles“. Während der Stich des männlichen Tieres ohne Wirkung bleibt, sind es die weiblichen Tiere, die die gefährliche Krankheit übertragen. Einer Auswertung von amerikanischen Wissenschaftlern zufolge starben 2010 rund 655.000 Menschen weltweit an den Folgen der gefährlichen Infektionskrankheit. Einem weiteren Bericht des Forschers Christopher Murray zufolge lag die Zahl der Todesopfer 2010 mit 1,2 Millionen Menschen jedoch deutlich höher.

 

Erste Anzeichen für eine Malaria-Infektion

Die ersten Anzeichen für eine Malaria-Infektion sind Schüttelfrost sowie hohes Fieber. Wem also auf einer Urlaubsreise in Afrika plötzlich heiß und kalt wird, der sollte schleunigst einen Arzt aufsuchen. Auch Magen-Darm-Probleme und Krämpfe gehören zu den ersten Anzeichen einer Infektion. Sollte ein solcher Fall auftreten, sollten Betroffene schleunigst einen Arzt aufsuchen. Geschieht dies nicht, kann die Infektion ein Koma auslösen und dann zum Tode führen. Einen wirklich wirksamen und von der Regierung zugelassenen Impfstoff gibt es bisher jedoch nicht.

 

Bisher kein zugelassener Impfstoff verfügbar

Zwar wird weltweit an mehreren Orten fieberhaft an der Entwicklung neuer Impfstoffe gearbeitet, jedoch sind diese Impfstoffe noch nicht marktreif und bedürfen weiterer Studien und Forschungen. Um eine Malaria-Infektion daher von vorneherein zu verhindern, setzen Ärzte auf die sogenannte „Stand-By-Therapie“. Wer in ein Land mit Malaria-Risiko reist, erhält von seinem Arzt meist zuvor Chemoprophylaxe verabreicht, die eine Infektion der Krankheit verhindern. Für die Stand-by-Therapie führen die Patienten spezielle Medikamente bei sich, die sie im Falle einer Erkrankung schleunigst einnehmen müssen. In den vergangenen Jahren verzeichneten Forscher weltweit einen Rückgang bei den malaria-bedingten Todesfällen.

 

 

Zahl der Todesopfer bei Kindern am größten

Neben älteren Menschen sind es vor allem häufig  Kinder, die der gefährlichen Infektionskrankheit zum Opfer fallen, berichten amerikanische Wissenschaftler. Im Gegensatz zu 1,8 Millionen Toten im Jahre 2004 sollen es 2010 maximal lediglich 1,2 Millionen Menschen gewesen sein, ein großer Rückschritt also. Am größten sei die Todesrate bei Kindern unter Jahren, berichten die Wissenschaftler. Insgesamt über 50 Prozent der Todesfälle des vergangenen Jahres seien auf diese Personengruppe zurückzuführen.

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