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Zweitmarkt: Lebensversicherung verkaufen

Lebensversicherung: Zweitmarkt für LV Policen

11. September 2013

Lebensversicherung verkaufen

Lebensversicherung Zweitmarkt © Wrangler – Fotolia.com

Die Lebensversicherung gilt trotz der aktuellen Niedrigzinsphase immer noch als sichere Anlageform für das Alter. Beim Hauskauf oder wenn eine persönliche Notsituation eingetreten ist, wird vielfach daran gedacht, die Lebensversicherung vorzeitig zu kündigen. Bei der Kündigung einer Lebensversicherung bekommt der Versicherte jedoch nicht die bislang eingezahlten Beträge plus Zinsen, sondern nur den nach Dauer der Einzahlungen gestaffelten Rückkaufswert. Der Rückkaufswert wird nach den Grundsätzen des § 169 Versicherungsvertragsgesetz errechnet. Hier kann sich der Verkauf der Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt lohnen.

Zweitmarkt für Lebensversicherungen: Die bessere Alternative

Als Alternative zur Kündigung einer Lebensversicherung bietet sich daher der Zweitmarkt für Lebensversicherungen an. Auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen werden die aus einem Versicherungsvertrag resultierenden Ansprüche frei gehandelt. Die Rechte der Lebensversicherung gehen dabei auf den Käufer über. In Deutschland lässt sich die kapitalbildende Lebensversicherung über den Zweitmarkt handeln und entsprechend veräußern. 

Der Vorteil des Handels mit einer bestehenden Lebensversicherung gegenüber deren Kündigung besteht darin, dass der Verkäufer einen höheren Betrag erhält, als der Rückkaufswert ergeben würde. Der Wert der Lebensversicherung wird hierbei gemäß einer bestimmten Bewertungstabelle bestimmt. Gegenüber einer herkömmlichen Kündigung erhält der Verkäufer gegenüber dem Rückkaufswert zwischen einem und drei Prozent mehr. Je nach Art des Handels kann der bisherige Versicherungsnehmer sogar bestimmte Versicherungsschutzbedingungen beibehalten.

Auch der LV-Versicherer hat Vorteile

Im Gegensatz zur Kündigung hat auch das Versicherungsunternehmen durch den Zweitmarkt einen Vorteil. Bei einer Kündigung müsste der Versicherer Abschreibungen vornehmen, die bei dem Handel auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen nicht anfallen. Die Versicherung läuft einfach weiter, lediglich tritt ein anderer Versicherter anstelle des bisherigen. Der Versicherer muss also keine Zahlungsausfälle durch eine gekündigte Versicherung hinnehmen. Dadurch bleibt die Stornoquote für das Versicherungsunternehmen überschaubar und die Versicherten selbst müssen keiner Abstriche bei den Leistungen hinnehmen.

Zweitmarkt für Lebensversicherungen: auf Qualitätsmerkmale achten

Der Zweitmarkt für Versicherungen sollte bestimmten Qualitätskriterien genügen. Insbesondere die Kriterien des International Secondary Market for Life Insurance, kurz BVZL, gelten als Qualitätsmaßstab für den Zweitmarkt von Lebensversicherungen. Die Einhaltung der Qualitätsmaßstäbe schützt insbesondere vor den schwarzen Schafen in diesem Bereich. Seriöse Anbieter weisen in ihren Informationsbroschüren gerne auf die Einhaltung der Qualitätskriterien des BVZL hin. Die seriöse Arbeitsweise von Zweitmarktfirmen lässt sich insbesondere auch daran ablesen, dass bereits bei der Beratung auf die Chancen und Risiken sowie auf die Qualitätskriterien hingewiesen wird.

 

Zudem lässt sich durch Tests von Testinstituten wie Stiftung Warentest oder durch entsprechende Fachzeitschriften feststellen, welcher Anbieter als seriös einzustufen ist und welcher nicht. Wer die Qualitätskriterien für den Zweitmarkt von Lebensversicherungen beachtet, der wird gegenüber der Kündigung einer kapitalbildenden Lebensversicherung einen spürbaren Vorteil erzielen.

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