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Gesundheit

Krebs: Forscher erzielen Erfolg mit neuem Impfstoff bei Mäusen

14. Dezember 2011

Forscher aus den USA haben einen neuen Impfstoff entwickelt, der in der Zukunft in der Krebsbekämpfung eingesetzt werden könnte. So soll der Impfstoff bereits erfolgreich an Mäusen getestet worden sein.  Die Forscher gehen davon aus, dass auch der Stoff auch bei Menschen erfolgreich gegen viele Arten von Brust- und anderen Krebsarten eingesetzt werden kann. Der Stoff sorgte bei den Mäusen für eine Schrumpfung der Tumore um bis zu 80 Prozent.

 

Impfstoff auf viele Krebsarten anwendbar

Durch die Besonderheit, dass der Impfstoff mit dem Immunsystem des Körpers reagiere und so eine Abwehrreaktion gegen ein bestimmtes Zuckermolekül auslöse, mache den Impfstoff auch für den Einsatz bei Brustkrebs denkbar, da diese Art von Krebs nicht mit herkömmlichen Hormontherapien in den Griff zu bekomme  ist. Durch den neuen Impfstoff könnte einer riesigen Gruppe von Patienten die Möglichkeit auf eine Heilung gegeben werden, berichten die Forscher in dem amerikanischen Magazin „Proceedings of the National Academy of Scienes“.

 

Impfstoff auch als Vorsorge-Instrument einsetzbar

Die Besonderheit des Impfstoffes liegt darin, dass er das Immunsystem des Körpers auf die Abwehr von bestimmten Zuckermolekülen trainiert und der Körper so selbstständig damit beginnt, die Krebszellen abzutöten. Insgesamt bestehe somit eine Chance, zumindest gegen die Krebsarten vorzugehen, bei denen die Zuckerstruktur MUC1 zu finden sei. Dies sei in rund 70 Prozent aller Fälle der Fall, so Sandra Gendler vom Mayo Clinic College of Medicine. Denkbar sei auch ein Einsatz des Impfstoffes bei Menschen mit hohem Krebsrisiko. So ließe sich mit diesem Impfstoff beispielsweise verhindern, dass ein Tumor zurückkäme. Auch begleitend als Zusatz zu einer Chemotherapie sei der Impfstoff durchaus denkbar.

 

 

Wirksamkeit bei Menschen noch nicht klar

Die Wirksamkeit bei Menschen ist jedoch bisher nicht erwiesen worden. Der Impfstoff wurde bislang nur an Mäusen im Labor getestet. Ein weiterer großer Vorteil des neuen Stoffes ist jedoch auch der, dass keine menschlichen Zellen für eine Verabreichung benötigt werden. Der neue Stoff wurde komplett künstlich hergestellt und benötigt keine menschlichen Zellen als Grundlage. Insgesamt besteht der Impfstoff aus 3 verschiedenen Stoffen, die für das menschliche Immunsystem bei der Abwehr gegen Krebszellen unerlässlich seien.

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