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Krankenzusatzversicherung

Krankenzusatzversicherung Test 2012 von Stiftung Warentest

19. September 2012

Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung wird ein gesetzlich Versicherter in der Klinik zum Privatpatienten. Sowohl die sonst nur privat Versicherten (PKV) offenstehende Chefarztbehandlung als auch das Einzelzimmer stehen dem Kreis der Versicherten in der Zusatzversicherung ebenso offen wie den PKV-Versicherten.

Die Stiftung Warentest hat in seiner Oktoberausgabe 2012 private Zusatzversicherungen für den stationären Bereich von 33 Versicherungsunternehmen untersucht. Die Testergebnisse aus dem aktuellen Krankenzusatzversicherung Test 2012 ergeben folgende Testsieger bei den Experten von Finanztest

DEVK, ARAG, Debeka und Huk-Coburg unter den besten Krankenzusatzversicherungen 2012

Mit „sehr gut“ wurde neben der DEVK, der Huk-Coburg und der ARAG auch die Debeka beurteilt. Mit „mangelhaft“ wurden hingegen die Tarife der Central und je nach individueller Situation auch die Tarife der Gothaer sowie der Vigo beurteilt.

Der beste Tarif mit Einbettzimmer und Chefarztbehandlung für Männer ist nach den Untersuchungen der Stiftung Warentest demnach der Tarif SZ von der Huk-Coburg. Für Frauen ist es der Tarif 400 der LKH. Wer mit 43 Jahren den Tarif abschließt, zahlt zwischen 34 Euro und 40 Euro im Monat für eine stationäre Zusatzversicherung.

Als bester Zweibettzimmertarif für Männer wurde der Tarif ST-G2 der DEVK gekürt. Für Frauen hingegen gelten als beste Tarife die Tarife 262 der ARAG und der Tarif WK 100 der Debeka.

Stiftung Warentest: Mindestkriterien bei Beurteilung der Zusatzversicherung festgelegt

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Beurteilung nur die Tarife untersucht, die keine Selbstbeteiligung vorsahen und die keine altersbedingten Beitragssteigerungen enthielten. Die getesteten Tarife sollten demnach folgende Mindestleistungen enthalten.

Die Chefarztbehandlung sollte ebenso wie die übrigen Arzthonorare mindestens bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte reichen. Dies entspricht dem 3,5-fachen Satz. Je nach Tarifvariante sollte der Tarif entweder ein Einbett- oder ein Zweibettzimmer enthalten. Zudem sollte der jeweilige Tarif eine freie Krankenhauswahl zulassen.

Unisex-Tarife in der Krankenzusatzversicherung helfen je nach individueller Situation sparen

Der Versicherungsvergleich kann im Zweifel nicht nur bares Geld wert sein, sondern auch die jeweiligen Leistungen auf den Prüfstand stellen. Einige Tarife bieten beispielsweise Höchstleistungen an, die auch Arzthonorare für Spezialisten beinhalten oder auch bei ambulanten Operationen die Kosten übernehmen.

Bis zum 21. Dezember sind die Tarife zudem noch an das Geschlecht gekoppelt. Ab dem 21. Dezember gelten hingegen die Unisex-Tarife, die gleich hohe Beiträge für Männer und Frauen vorsehen.

Empfehlung der Stiftung Warentest zum Thema Unisex-Tarife

Nach Angaben der Stiftung Warentest sind jedoch für den Bereich der Krankenhauszusatzversicherung die Beiträge bereits jetzt für Frauen und Männer in etwa gleich hoch. Die Unterschiede sind im Bereich der privaten Krankenhauszusatzversicherung nur marginal, sodass es sich für Männer und Frauen gleichermaßen lohnt, eine Krankenhauszusatzversicherung auch ohne Berücksichtigung des Stichtages abzuschließen.

Dies gilt insbesondere für jüngere Männer bis zum Ende des 30. Lebensjahres und für Frauen ab Mitte 40. Ältere Männer und junge Frauen indes können vom Abschluss eines Unisex-Tarifes profitieren. Doch auch hier ist das Warten bis zur Einführung des Unisex-Tarifes nicht notwendig, denn ein Wechsel in den Unisex-Tarif ist auch später jederzeit möglich.

Vergleich der Krankenzusatzversicherung Testsieger 2012 von Finanztest

Je nach Alter, Lebenssituation und Bedürfnissen an eine Krankenzusatzversicherung lohnt sich ein Vergleich der Testsieger oftmals. Für jede, die auf bestimmte Leistungen verzichten können bzw. auf andere Leistungen nicht verzichten möchten, können sich unterschiedliche Preise ergeben. Als Entscheidungsgrundlage sollten dabei die Testergebnisse der Stiftung Warentest bzw. Finanztest aus dem aktuellen Zusatzversicherung Test 2012 ( 10-2012 ) herangezogen werden.

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