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PKV

Krankenversicherungspflicht für Selbständige

21. Februar 2011

Seit dem 01. Januar 2009 besteht in Deutschland die Pflicht zur Krankenversicherung – für Selbständige, aber auch für Arbeitnehmer, Beamte und die zugehörigen Familienmitglieder. Das bedeutet, dass jeder Selbständige eine Krankenversicherung braucht. Grundsätzlich kann er dabei wählen zwischen einer freiwilligen gesetzlichen ( GKV ) und einer privaten Krankenversicherung ( PKV ). Es wird jeweils auf die individuellen familiären und gesundheitlichen Umstände ankommen, welche Versicherung die passende ist, so dass eine sorgfältige Analyse der persönlichen Rahmenbedingungen zwingend erforderlich ist.

Gesundheitsreform bringt Krankenversicherungspflicht

Eingeführt wurde diese Neuerung der Krankenversicherungspflicht im Zuge einer Gesundheitsreform. Bis Ende 2008 bestand keine Krankenversicherungspflicht, deshalb gehörten Selbständige zur der Berufsgruppe, die sich wahlweise freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern konnten oder ganz auf eine Krankenversicherung verzichten konnten. In diesem Fall waren alle anfallenden Krankheitskosten selbst zu tragen.

gesetzliche oder private Krankenversicherung für Selbständige

Mit der Einführung der Krankenversicherungspflicht für Selbständige steht diesen der gesamte Markt der Krankenversicherung offen, und es kommt immer auf die Betrachtung der individuellen Umstände an, welche Form der Krankenversicherung die passende ist. In jedem Fall ist eine sorgfältige und kompetente Beratung erforderlich, um die passende Versicherungsform zu finden. Denn eine Krankenversicherung ist immer langfristig abzuschließen – ein ständiger Wechsel ist nicht empfehlenswert. Dies gilt besonders in der privaten Krankenversicherung, in der der Versicherungsbeitrag mit zunehmendem Eintrittsalter steigt.

Krankenversicherung für Selbständige mit Familie

So ist für Selbständige bei der Entscheidung für die private oder gesetzliche Krankenkasse zunächst der Familienstand maßgeblich. Sind Kinder oder ein Ehepartner ohne eigenes Einkommen vorhanden, dann sind diese über die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei mitversichert, während in der privaten Krankenversicherung ein eigener Monatsbeitrag anfällt. Damit kann bei Selbständigen mit Familie aus Kostengründen eine Entscheidung für die gesetzliche Krankenversicherung angeraten sein.

Doch auch der allgemeine Gesundheitszustand ist bei der Entscheidung zu berücksichtigen. Liegen Vorerkrankungen vor, sind die privaten Kassen berechtigt, den monatlichen Versicherungsbeitrag um einen Risikozuschlag zu erhöhen, der den Monatsbeitrag erheblich verteuern kann. Auch dann kann die gesetzliche Krankenkasse die bessere Variante sein.

Private Krankenversicherung Tarife für Selbständige im Vergleich

Entscheidet sich der Selbständige für eine private Krankenversicherung, dann hat er ein breites Spektrum an Gesellschaften und Tarifen zur Auswahl. Der jeweilige Tarif muss in jedem Fall seinen medizinischen Anforderungen und finanziellen Möglichkeiten entsprechen, so dass vor dem Vertragsabschluss eine sorgfältige Analyse der individuellen Situation nötig ist.

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