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GKV

Krankenversicherungsbeitrag 2011

7. März 2011

Seit Anfang des Jahres 2009 gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung ein für alle Krankenkassen einheitlicher Beitragssatz. Der Krankenversicherungsbeitrag wurde von 14,9 Prozent im Jahr 2010 auf 15,5 Prozent im Jahr 2011 angehoben. Der monatliche Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung ergibt sich aus dem jährlichen Bruttoarbeitsentgelt und dem gesetzlich festgelegten einheitlichen Beitragssatz.

Beitragssatz 2011: Beitragsbemessungsgrenze als Höchstsatz

Die Höhe des angesetzten Bruttoarbeitsentgelts ist auf die Beitragsbemessungsgrenze reduziert.

Der Beitragssatz zur Krankenversicherung kommt damit nur bis zu einem Entgelt in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze zum Ansatz. Der Anteil des Entgelts, der darüber hinaus geht, bleibt beitragsfrei. Während die Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2010 noch bei 45.000 Euro pro Jahr lag, wurde sie zum 01. Januar 2011 auf 44.550 Euro jährlich reduziert. Das bedeutet, dass das jährliche Entgelt bis zu einer Höhe von 44.550 Euro für die Berechnung des Versicherungsbeitrags zum Ansatz kommt, derjenige Anteil des Entgelts, der darüber hinaus geht, bleibt allerdings beitragsfrei.

Arbeitgeberzuschuss: Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung 2011

Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung wird vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer getragen, auf den der größere Teil entfällt. Während der Beitragssatz bis Ende 2010 zu sieben Prozent von der Seite des Arbeitgebers als Arbeitgeberanteil abgedeckt wurde und zu 7,9 Prozent vom Arbeitnehmer gezahlt wurde, liegt die Aufteilung seit Januar 2011 nun bei 7,3 Prozent beim Arbeitgeber und zu 8,2 Prozent beim Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer hat damit einen um 0,9 Prozent höheren Anteil des Beitrags zu zahlen. In Zukunft soll der Anteil des Arbeitgebers bei 7,3 Prozent eingefroren werden, so dass weitere Erhöhungen des gesetzlich einheitlichen Beitragssatzes nur noch von dem Arbeitnehmer zu übernehmen sind. Analog verhält es sich mit dem Arbeitgeberzuschuss zur PKV.

Gesetzliche Krankenkassen mit KV Zusatzbeitrag

Neben dem gesetzlichen Einheitsbeitragssatz können die gesetzlichen Kassen einen Zusatzbeitrag erheben. Er dient vor allem dazu, die steigenden Kosten der Kassen durch eine zunehmende Lebenserwartung der Versicherten und immer bessere, aber auch teurere medizinische Behandlungen auszugleichen. Die chronisch leeren Kassen der gesetzlichen Krankenkassen sind durch den einheitlichen Beitragssatz nicht wie erforderlich aufzufüllen, so dass sie berechtigt sind, einen Zusatzbeitrag von den Versicherten zu erheben. Dieser KV Zusatzbeitrag wird vom Arbeitnehmer allein getragen, der Arbeitgeber beteiligt sich nicht daran. Allerdings erhebt nicht jede Krankenkasse diesen Zusatzbeitrag, so dass hier ein Wettbewerbsinstrument und eine Möglichkeit der Kassen zur Differenzierung untereinander gegeben sind. Neben der Techniker Krankenkassen ist bisher auch die AOK ohne Zusatzbeitrag ausgekommen.

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