zum Inhalt

GKV

Krankenversicherung: Wahltarife sollen ausgebaut werden

26. April 2011

Sie sind eine willkommene Möglichkeit, auch als Versicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung den monatlichen Beitrag zu beeinflussen – die Wahltarife. Nachdem in der letzten Woche Gerüchte die Runde gemacht hatten, der Bundesgesundheitsminister wolle die Wahltarife ganz abschaffen, hört man nun aus Berlin ganz Gegenteiliges – es wird zukünftig weitere Wahltarife geben.

 

Wahltarife nach Vorbild der PKV

Wahltarife haben für Versicherte einen maßgeblichen Vorteil. Sie ergänzen den eigentlichen Versicherungsschutz um Elemente, die an die private Krankenversicherung angelehnt sind. Mit Wahltarifen können Versicherte zusätzliche Bausteine zu ihrer Krankenversicherung auswählen, um damit Geld zu sparen. Dazu zählen zum Beispiel Beitragsrückerstattungstarife und Selbstbehaltstarife. Sie verhelfen Versicherten zu einer geringeren monatlichen Versicherungsprämie. Diese ist zwar durch den gesetzlich vorgeschriebenen einheitlichen Beitragssatz festgelegt, kann aber durch Selbstbeteiligungen oder Beitragsrückerstattungen beeinflusst werden. In diesem Fall übernimmt der Versicherte einen Teil der Krankheits- und Behandlungskosten selbst oder reicht gar keine Kosten zur Erstattung ein, was letztlich bei beiden Varianten zu einer Senkung des monatlichen Versicherungsbeitrages führt.

 

Krankentagegeld im Wahltarif der GKV

Doch der Versicherungsschutz kann noch durch andere Wahltarife ergänzt und aufgewertet werden. Ein Krankengeldtarif beispielsweise dient der Zahlung von Krankengeld bei einer mehr als sechswöchigen Krankheit. Anders als Selbstbehaltstarife oder Beitragsrückerstattungstarife gehört der Krankengeldtarif zu den gesetzlich vorgeschriebenen Wahltarifen und ist keinesfalls freiwillig abzuschließen.

 

 

Mit Wahltarifen der GKV auf dem Niveau der privaten Krankenkassen

Im Ergebnis sollen Wahltarife eine gesundheitsfördernde Lebensführung unterstützten und dazu anhalten, an den unterschiedlichen Hausarzt- und Versorgungsprogrammen teilzunehmen. Letztlich fördern sie die Philosophie „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Versicherte können damit mehr Eigenverantwortung übernehmen und ihren Versicherungsschutz ähnlich wie in der privaten Krankenversicherung selbst gestalten Damit ist nicht nur die monatliche Versicherungsprämie selbst zu beeinflussen, sondern auch der Versicherungsschutz entsprechend den eigenen Vorstellungen anzupassen.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie