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GKV

Krankenversicherung: GKV erwirtschaftet Milliardenüberschuss

21. Juni 2011

 

Das Geschäftsjahr 2011 verlief für die gesetzlichen Krankenversicherungen bisher deutlich besser als 2010. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium nun in einem Finanzbericht mit. Die gesetzlichen Krankenkassen konnten für das erste Quartal 2011 einen Überschuss von rund 1,47 Milliarden Euro erwirtschaften.

 

Überschuss von 1,47 Milliarden Euro

Laut dem Bericht der BMG beliefen sich die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen für das erste Quartal 2011 auf rund 45,85 Milliarden Euro. Die Ausgaben lagen mit 44,38 Milliarden Euro nur knapp darunter. Trotzdem ergibt sich daraus ein Überschuss von 1,47 Milliarden Euro. 2010 konnten die Kassen in demselben Zeitraum nur einen Überschuss von 235 Millionen Euro erwirtschaften. Der Gesundheitsfond wies für das erste Quartal 2011 Ausgaben in Höhe von 44,74 Milliarden Euro auf, es kamen aber lediglich 44,22 Milliarden Euro aus Beitragseinnahmen und Zuschüssen wieder rein. Damit wies der Fond ein Defizit von 0,52 Milliarden Euro für das erste Quartal auf.

 

Gesundheitsfond weist Defizit auf

Das Defizit im Gesundheitsfond ist jedoch nicht ungewöhnlich. Die Ausgaben und Entnahmen aus dem Gesundheitsfond bleiben stetig gleich, die Einnahmen hingegen schwanken von Monat zu Monat. Im Normalfall gleichen sich Ausgaben und Einnahmen am Jahresende aber wieder aus.

 

Pro-Kopf-Kosten in allen ärztlichen Bereichen stiegen

Die Pro-Kopf-Kosten stiegen um 3,1 Prozent. Damit lagen die Kostensteigerungen noch unter den von Experten erwarteten 4,3 Prozent. Insgesamt stiegen die Kosten aber in allen ärztlichen Bereichen. Die stationären Behandlungen verteuerten sich im Schnitt um 4,8 Prozent, ambulanten Behandlungen um 1,2 Prozent und die Kosten für Früherkennungsmaßnahmen stiegen um 4,1 Prozent. Das Arzneimittel-Sparpaket der Regierung hingegen bewirkte einen Rückgang der Ausgaben für Medikamente und Arzneimittel um 4,8 Prozent. Die Ausgaben für Krankentagegeld beliefen sich auch 2011 mit 11,2 Prozent wieder unverändert auf eine zweistellige Zahl.

 

 

Verwaltungskosten steigen um 2,4 Prozent

Die Netto-Verwaltungskosten der Krankenkassen stiegen um 2,4 Prozent pro Versichertem.  Hier herrscht laut Ministerium noch Handlungsgbedarf, da die Verwaltungskosten aufgrund des GKV-Finanzierungsgesetzes nicht steigen dürfen.

 

 

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