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GKV

Krankenkassen: Zusatzbeitrag und Zuzahlungen belasten

7. April 2011

Im Jahr 2010 mussten die gesetzlich Krankenversicherten rund 1,8 Milliarden Euro für Arzneimittel zuzahlen – ein Trend, der seit Jahren zunimmt, so der Deutsche Apotheker Verband. Die Gründe liegen vor allem in der Senkung vieler Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Andererseits stöhnen viele Versicherte über die Zusatzbeiträge, die ihre Krankenversicherung verteuern. Fast scheint es, als seien am Ende immer die Versicherten die Leidtragenden, denn ob Zusatzbeitrag oder Zuzahlung – es trifft immer den Versicherten, der zahlen muss.

 

Zusatzbeitrag und Medikamentenzuzahlung in der GKV

Wer gesetzlich Versichert ist, kennt das Problem seit Jahren – steigende Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung, die Erhebung von Zusatzbeiträgen, zunehmende Zuzahlungen für Medikamente, immer weniger verschreibungspflichtige Medikamente, dafür mehr apothekenpflichtige Arzneimittel, die von den Versicherten selbst zu zahlen sind. Die finanziellen Probleme der gesetzlichen Kassen werden immer offensichtlicher, denn die Bemühungen, immer höhere finanzielle Leistungen von den Versicherten zu fordern, sind deutlich sichtbar. Doch gleichzeitig werden die Leistungen der gesetzlichen Kassen seitens des Gesetzgebers mehr und mehr eingeschränkt – eine Schere, die seit vielen Jahren und zunehmend deutlicher auseinander klafft.

 

Krankenkassenwechsel nach Zusatzbeitrag – Medikamentenzuzahlung unausweichlich

Man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiter entwickelt, denn während Versicherte bei der Erhebung der Zusatzbeiträge noch die Möglichkeit haben, in eine Gesellschaft ohne Zusatzbeiträge zu wechseln, stehen ihnen bei den anfallenden Zuzahlungen keine Ausweichmöglichkeiten mehr offen.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Trend irgendwann gestoppt werden kann, damit nicht noch mehr Kosten bei den Versicherten landen. Eine grundlegende Änderung des deutschen Krankenversicherungssystems scheint damit nötiger als jemals zuvor.

 

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