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GKV

Krankenkassen wollen Zulassungen für Ärzte befristen

27. April 2011

 

Die gesetzlichen Krankenkassen haben jetzt einen Plan zur Bekämpfung des momentan herrschenden Ärztemangels in einigen Teilen Deutschlands vorgelegt. In Zukunft sollen nur noch befristete Zulassungen für Ärzte vergeben werden. Sollte der Vorschlag in die Tat umgesetzt werden, so gelten die Zulassungen in Zukunft nur noch während des Berufslebens.

GKV möchte Ärzte-Dichte in der Stadt entgegenwirken

Aktuell gelten Zulassungen für ambulante Ärzte  für das komplette Leben und können verkauft sowie vererbt werden. Diese Regelungen möchte die GKV abschaffen, um dem anhaltenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Wenn sich ein Vertragsarzt zur Ruhe setzt, so soll auch seine Zulassung erlöschen. So soll die große Ärzte-Dichte in größeren Städten reduziert werden. Des Weiteren sollen die Kliniken im Bereich der ambulanten Leistungserbringung gestärkt werden, Pläne hierfür existieren schon länger, konnten bisher aber nicht genügend Zuspruch finden.

Arztsitz kann nach Ruhestand verkauft oder vererbt werden

Um mehr Ärzte in ländlicheren Gegenden anzusiedeln, sollen die Zahl der Ärzte in den Städten langsam reduziert werden. Sollte sich ein Arzt dennoch in einem Gebiet niederlassen, welches relativ dicht besiedelt ist, so drohen ihm Honorarkürzungen seitens der Krankenkassen. Momentan können Ärzte nach ihrem Ruhestand ihren Arztsitz vererben oder verkaufen. Laut GKV-Verband handelt es sich hierbei um eine „konservierte Überversorgung welche den Strukturwandel verhindert.“

Alte Zulassungen sollen nicht betroffen sein

Gelten soll die neue Zulassungsregelung jedoch nur für Neuzulassung. Alte Zulassungen sollen von der neuen Regelung nicht betroffen sein. Kein bereits praktizierender Arzt soll enteignet werden. Laut Johann-Magnus von Stackelberg muss das Problem dennoch angegangen werden. Momentan werden die Kosten der Überbesiedlung von den Beitragszahlern getragen, so von Stackelberg. Bereits 2003 stellte Ulla Schmidt (SPD) einen Plan auf, der vorsah, Zulassungen nur noch auf Zeit auszustellen. Außerdem sollte eine Verlängerung der Zulassung an Fortbildungen und Qualitätsstandarts geknüpft werden.

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