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Krankenkassen Überschüsse 2014

Krankenkassen Dividende 2014: TK weit vorn

27. Dezember 2013

Auszahlung KV Beitrag

Krankenkassen zahlen Dividende 2014

Erneut plant die Techniker Krankenkasse jedem zahlenden Mitglied 80,00 Euro als Dividende aus seinen Kassen zu überweisen. Denn die Reserven wurden bis zur maximalen Höhe aufgefüllt und die Leistungen erweitert. Weder die Barmer GEK noch die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) planen eine Dividende 2014.

Somit ist diese Krankenkassen Dividende der herkömmlich und gesetzlich verpflichtete nächste Schritt. Neben der Techniker Krankenkasse zahlen auch weitere Krankenkassen Überschüsse in Form einer Dividende 2014 aus.

Jedoch ist die Techniker Krankenkasse kein Einzelfall. Allein 2013 zahlten rund zwanzig Krankenkassen ihren Mitgliedern Geld zurück. Die Versicherten bekamen zwischen 30 und 125 Euro entweder über einen bestimmten Zeitraum oder zu einem bestimmten Datum ausgezahlt.

Krankenkassen Dividende 2014 Dank hoher Überschüsse

Der Hintergrund für die Auszahlung der Krankenkassen Dividende 2014 ist, dass es den deutschen Krankenkassen besser geht wie nie zuvor. In den Kassen haben sich 29 Millionen Euro Überschuss angehäuft. Die Konjunktur ist der Grund für diesen Überschuss. Denn je mehr Beschäftigte und je höher die Löhne desto mehr Geld fließt in die Kassen.

 

Jedoch haben nicht alle der rund 130 deutschen Krankenkassen einen Überschuss. Zwar verlangen die Krankenkasse seit Jahren keine Zusatzbeiträge mehr, doch sobald es in der Wirtschaft wieder schlechter geht, werden einige Krankenkassen Zusatzbeiträge wieder einführen.

Krankenkassenvergleich anhand der Zusatzleistungen

Da die Beiträge alle gesetzlicher Krankenkassen gesetzlich gleich hoch sind, müssen diese auf andere Felder miteinander gemessen werden. Somit sollten die Mitglieder nicht nur auf das Geld achten, sondern auch auf die Leistungen, welche ihnen geboten werden.

Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen ist fast ausschließlich auf finanzielle Anreize fokussiert. Sehr viele Leistungen, auch solche, bei denen die einzelnen Kassen kein Geld ausschütten, sind so konstruiert, dass sie auch schnell wieder aus dem Programm genommen werden könnten.

Denn es genügt lediglich ein Federstrich des Verwaltungsrats der jeweiligen Krankenkassen und die Zusatzleistungen sind obsolet. Garantierte Leistungen über dem gesetzliche vorgegebenem Leistungsumfang wie in der privaten Krankenversicherung sehen gesetzliche KV`n nicht vor.

Vergleich von Preis und Leistung bei gesetzlichen Krankenkassen

Um die Leistungen der Krankenkassen miteinander vergleichen zu können, wurden vier Musterkunden gebildet.

Der erste Kunde ist ein Sparer, welcher mit Bonusprogrammen und Beitragsrückerstattungen die Kosten drücken möchte und zu einer Kasse möchte, welche mit Treueboni lockt. Der zweite Kunde hat Kinder oder plant welche zu bekommen und möchte deswegen die bestmöglichsten Leistungen für die kleinen und erwachsenen Versicherten.

Der nächste Patient legt sehr großen Wert auf Naturheilverfahren und ein gesundes Leben. Der letzte Kunde hingegen ist bereits erkrankt und zielt auf neue Projekte und Heilmethoden ab, welche nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen zu finden sind.

Wichtig ist dabei auch, dass die Kassen möglichst viele Verträge aus dem Bereich der integrierten Versorgung anbieten. Dies spezielle Behandlungsmethoden, welche auf ein bestimmtes Krankheitsbild abgestimmt sind.

Techniker Krankenkasse und Barmer GEK weit vorne im Test

Die Auswertung zeigt, dass sich die Techniker Krankenkasse bei allen vier Musterkunden weit vorne befindet. Auch andere Kassen wie zum Beispiel die Hanseatische Krankenkasse oder auch die Barmer GEK spielen bei fast allen Musterkunden unter den besten fünf mit.

Securvita bei Direktkrankenkassen vorne

Unter den Direktkassen, welche auf ein bundesweites Netz an Servicestellen verzichten, ist die Securvita sehr weit vorn. Interessant bei den Direktkassen ist jedoch, dass diese Kassen viel weniger Geld an ihre Mitglieder in Form von Zusatzleistungen ausschüttet, obwohl sie viel weniger in Verwaltungskosten investieren müssen. Dies vermitteln zumindest die Ergebnisse für die drei der vier Musterkunden.

Bei dem Sparer zeigt sich jedoch, dass sich die Direktkassen knapp durchsetzen können. Die regionalen Kassen, welche in nur einem oder wenigen Bundesländern geöffnet haben, bieten nur wenig Leistung an und erreichen bei keinem Musterkunde die volle Punktzahl.

Dividende oder mehr Leistungen sinnvoll?

Das Prinzip der Ausschüttung von Dividenden bei Krankenkassen könnte Schule machen und den Versicherten zugute kommen. Auch die Variante mit der Erweiterung von Leistungen ist eine sinnvolle Beteiligung der Krankenversicherten am Erfolg ihrer Krankenkasse. Bleibt abzuwarten, welche Krankenkassen eine Dividende in 2014 zahlen und welche ihre Leistungen erweitern.

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