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GKV

Krankenkassen: City BKK Mitglieder kommen unter

21. Mai 2011

Nachdem sich auch das Gesundheitsministerium in die Debatte einmischte, was mit den Versicherten der insolventen City BKK passieren soll, reagieren die Krankenkassen nun sehr zügig. Die City BKK wurde von der Aufsicht wegen zunehmender Mitgliederabwanderung und steigender Zahlungsunfähigkeit mit Wirkung zum 1. Juli geschlossen, die Versicherten teilweise abgewimmelt.

 

Das Problem der Versicherten

Nachdem bekannt wurde, dass die City BKK schließen wird, entbrannte ein Ansturm auf die anderen Krankenkassen. Diese lehnten teilweise Antragsteller ab, da sie befürchteten, viele Versicherte aufzunehmen, welche die Versicherung mit den Vorerkrankungen eine Menge Geld kosten würden.

 

Laut Gesetz ist es aber die Pflicht aller GKV´s, Versicherte aufzunehmen, welche durch einen solchen unglücklichen Umstand „gestrandet“ sind. Als dies nicht überall der Fall war, schaltete sich die Politik ein und rief die Vorstände der betreffenden Kassen zur Vernunft auf.

 

Schnelle Lösungen sind gefragt

Nachdem sich jetzt führende Vertreter von 18 Krankenkassen darauf einigten, das Aufnahmeverfahren so unkompliziert wie möglich zu gestalten, soll es nun für die Versicherten ganz schnell gehen. Die Techniker Krankenkasse (TK) geht mit großem Beispiel voran. So richtete sie bereits viele neue Beratungsstellen ein und schaltete eine telefonische Hotline frei, um Kunden, welche vom Wechsel betroffen sind, schnellstmöglich beraten und unterbringen zu können.

 

Für die Zukunft sind mehrere Möglichkeiten denkbar, um ein Chaos wie diesem vorzubeugen. So könnten Versicherungen, welche von der Insolvenz bedroht sind, ihren Versicherten direkt eine Alternative vorschlagen. Dieser Vorschlag des AOK-Bundesverbandes stieß jedoch bisher auf Ablehnung, aber eine solche Maßnahme wäre dringend nötig, um die Verunsicherungen der Versicherten zu mindern.

 

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