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Gesundheit

Krank am Arbeitsplatz: Präsentismus verursacht finanziellen Schaden

8. Juni 2011

Die Felix-Burda-Stiftung kommt in Zusammenarbeit mit der Unternehmensbeartung Booz & Company zu dem Schluss, dass ein kranker Angestellter am Arbeitsplatz mehr Geld kostet als einer mit Krankschreibung zu Hause im Bett. Dies wird von vielen Experten bestätigt werden. Präsentismus wird der falsche Eifer vieler Berufstätiger genannt, die aus Sorge um ihren Arbeitsplatz auch bei Krankheit arbeiten. Die Kosten belaufen sich im Übrigen nicht auf ein paar Euro. Im Gegenteil: Ein kranker Arbeiter am Arbeitsplatz verursacht dem Unternehmen den doppelten Schaden als der krankgeschriebene Angestellte im Bett. Summa summarum ergibt sich in Deutschland ein Schaden von 225 Milliarden Euro.

 

Präsentismus teurer als Krankschreibung

Auf den 1. Blick wirkt ein kranker Arbeitnehmer, der trotzdem auf Arbeit erscheint – zumindest für den Chef – natürlich als besonders vorbildlich. Doch die Unternehmensberatung Booz & Company hat an einem einfachen Beispiel jetzt herausgefunden, dass ein kranker Arbeitnehmer zu Hause das Unternehmen im Durchschnitt etwa 1.197 Euro kostet. Wenn ein Arbeiter trotzdem am Arbeitsplatz erscheint, so kostet dieser die Firma in etwa 2.394 Euro.

 

Die Gründe dafür sind eigentlich vollkommen logisch und plausibel. Ein erkrankter Mitarbeiter kuriert sich für ein paar Tage zu Hause aus und kommt frisch gestärkt wieder zur Arbeit. Wenn man aber doch am Arbeitsplatz erscheint, so kann das schwerwiegende Folgen haben. Eine Übertragung auf andere Mitarbeiter, ein unnötig langer Genesungsprozess, der die Leistungsfähigkeit senkt, oder gar chronische Verläufe, wodurch der Arbeitnehmer viel länger ausfällt, als ursprünglich zu erwarten. Auch steigt das Unfallrisiko erheblich.

 

 

Hoher Altersdurchschnitt verursacht zusätzliche Probleme

Firmen müssen des Weiteren mit zusätzlichen Kosten durch den demografischen Wandel rechnen. Ein hoher Altersdurchschnitt bei den Angestellten bedeutet auch ein höheres Risiko bei altersbedingten Erkrankungen. Eine Möglichkeit wäre die betriebliche Gesundheitsfürsorge in den Unternehmen. Leider müssen Experten in diesem Zusammenhang immer wieder feststellen, dass Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht zu deuten wissen oder erkennen.

 

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