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PKV

Kindergeld: PKV Beitrag mindert Einkommen

7. April 2011

Volljährige Kinder können Prämien für die private Krankenversicherung von ihren Einkünften abziehen und diese steuerwirksam mindern. Damit haben die Eltern die Möglichkeit, weiterhin Kindergeld zu beziehen, sofern der Grundfreibetrag der Einkünfte der Kinder von rund 8.000 Euro pro Jahr unterschritten wird. Dieses interessante Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg dürfte wegweisend für privat versicherte Eltern mit studierenden Kindern sein, denn damit werden die Krankenversicherungsbeiträge als Minderungsaufwendungen anerkannt – unabhängig davon, ob die Eltern oder Kinder die Versicherungsbeiträge zahlen.

 

PKV Beitrag mindert Einkommen des Kindes: Anspruch auf Kindergeld bleibt bestehen

Das Urteil bringt den Krankenversicherungen Gewissheit, dass Beiträge zur Sozialversicherung abzugsfähige Aufwendungen sind, die vom Einkommen volljähriger Kinder abgezogen werden können. Es stellt sicher, dass der Abzug auch zur Anwendung kommt, wenn die Prämien nicht von den Kindern sondern den Eltern bezahlt wurden. Dieses Privileg wurde bisher nicht von allen privat krankenversicherten Eltern mit studierenden Kindern in Anspruch genommen, was dazu führte, dass die Eltern kein Kindergeld mehr erhalten, wenn der Grundfreibetrag der Kinder von Einkünften in Höhe von 8.004 Euro pro Jahr überschritten wird.

 

PKV Beitrag mindert Einkommen der Kinder auch wenn Eltern zahlen

Das Problem der Versicherten war bisher, dass das Einkommen der Kinder nicht zu mindern war, wenn die Prämien nicht von den Kindern, sondern den Eltern gezahlt wurden. Das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg hat nun für Klarheit gesorgt – auch, wenn die Eltern die Prämien zunächst an die Kinder überweisen, mindern sie die Einkünfte. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern den Beitrag direkt an die Versicherung zahlen oder zunächst an das Kind.

 

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