zum Inhalt

PKV

Jahresarbeitsentgeltgrenze 2011

23. Februar 2011

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) wird auch als Versicherungspflichtgrenze bezeichnet. Bis zum Erreichen der Jahresarbeitsentgeltgrenze besteht für den Arbeitnehmer die Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse, einem Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems. Ein Arbeitnehmer mit einem jährlichen Bruttoeinkommen, das oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, ist nicht mehr versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenkasse. Er darf sich wahlweise freiwillig gesetzlich in der freiwilligen Krankenversicherung oder auch privat in der PKV krankenversichern.

Arbeitsentgeltgrenzen für die PKV 2011 2010

Die Festlegung der Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze wird in jedem Jahr von der Bundesregierung neu bestimmt. Während sie im Jahr 2010 noch bei 49.950 Euro pro Jahr lag, beträgt sie seit Januar 2011 nur noch 49.500 Euro jährlich. Ein Arbeitnehmer, dessen jährliches Arbeitsentgelt oberhalb dieser Grenze liegt, kann sich seit Januar 2011 schon nach dem erstmaligen Überschreiten in die private Krankenversicherung wechseln. Bisher musste für einen Wechsel die Jahresarbeitsentgeltgrenze in drei aufeinander folgenden Jahren überschritten sein, und auch für die Zukunft musste eine entsprechende Prognose für die Einkommensgrenzen vorliegen. Mit der Gesundheitsreform von 2010 ist der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenkasse schon nach einem einmaligen Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze möglich und wird dadurch maßgeblich erleichtert.

Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze Private Krankenversicherung

Für Arbeitnehmer, die bereits am 31. Dezember 2002 in der privaten Krankenversicherung versichert waren, gilt eine besondere und reduzierte Jahresarbeitsentgeltgrenze. Sie sollte verhindern, dass langjährige Versicherte in der PKV durch die massive Anhebung der Versicherungspflichtgrenze zum Jahresende 2002 wieder in die Versicherungspflicht zurückgefallen wären. Diese reduzierte Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt im Jahr 2011 bei 44.550 Euro, im Jahr 2010 bei 45.000 Euro. Auch diese Grenze wird jedes Jahr regelmäßig angepasst.

Berechnung der Einkommensgrenzen

In die Berechnung des Jahresarbeitsentgelts fließen diverse Entgeltbestandteile ein. So zählt zunächst das regelmäßige Arbeitsentgelt dazu. Gewährt der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen, dann finden auch sie Eingang in die Jahresarbeitsentgeltgrenze. Gleiches gilt, wenn dem Arbeitnehmer Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zustehen, und auch jegliche Zulagen, die der Arbeitgeber zahlt, gehen in die Jahresarbeitsentgeltgrenze ein. Andere Zahlungen dagegen werden nicht bei der Berechnung des Jahresarbeitsentgelts berücksichtigt. Hierzu zählen Beiträge zu Direktversicherungen zur Absicherung im Alter sowie alle Zuschläge, die aufgrund des Familienstandes gezahlt werden. Auch ein Ersatz des Arbeitgebers für Fahrtkosten kann in der Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht berücksichtigt werden. Gleiches gilt für die Vergütung von geleisteten Überstunden.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie