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Gesundheit

Invaliditätsversicherung für Kinder

18. März 2014

Kinder gegen Invalidität versichern

Kinder gegen Invalidität versichern

Als Erwachsener sichern wir uns so gut als möglich ab gegen Krankheit, Unfall, Invalidität und Tod, um die Familie versorgt zu wissen, wenn ein Verdiener ausfällt. Doch was ist mit den gleichen Versicherungen für die Kinder? Im Krankheitsfall sind diese über die Eltern in aller Regel mitversichert. Doch der Rest?

Unfälle der Kinder

Nicht selten passieren Unfälle von Kindern – zum Glück mit meist harmlosen Ausgang. So schnell eine Verletzung bei Sport und Spiel passiert, so schnell ist sie auch wieder verheilt. Selbst Knochenbrüche sind in aller Regel im Kindesalter nicht mit bleibenden Schäden verbunden. Dennoch sollte man Kinder auch gegen Invalidität versichern, denn Unfall oder Krankheit bei Kindern können bedeuten, dass diese ein Leben lang auf Hilfe angewiesen sind, oder ihren Lebensunterhalt nicht selbst verdienen können.

Die private Kinderinvaliditätsversicherung

Genügend Geld für Behandlungen und Extrakosten, die durch Krankheit entstehen – dafür wird eine solche Versicherung abgeschlossen. Die Stiftung Warentest hat sich 10 Anbieter solcher Policen angesehen und deren Schutz beurteilt.

Verschiedene Policen

Angebote mit einer monatlichen lebenslangen Rente von 1.000 Euro und einer kleinen Kapitalzahlung gibt es als Barmenia KISS und als Basler JuniorSchutzPlus.

Nur die 1.000 Euro monatliche Rente bieten die Allianz Invaliditäts-Zusatzversorgung, die Badische Allgemeine mit dem Kinder-Sorglos-Schutz Exklusiv und die ERGO KIZ. Ebenfalls vergleichbar: die Provinzial Nord KIZ, Westfälische Provinzial KIZ und WGV KIZ sowie die Württembergische Kinder-Invaliditätsversicherung. Eine Invaliditätsversicherung mit Kapitalzahlung von 100.000 Euro ist die Junior Plus der DEVK.

Krankheit oder Unfall – am Ende bleibt die Invalidität

Der Prüfung zu Grunde gelegt wurden  eine Schwerbehinderung, die durch Unfall oder Krankheit entstanden sein kann. Gezahlt wird bei den o. g. Versicherungen ab einer Behinderung von 50 %.

Wie wurde bewertet?

Zur Debatte standen im Test zu 70 % die Versicherungsbedingungen und zu 30 % die Antragsformulare. Bei Letzteren geht es um die Gesundheitsfragen. Sind diese eindeutig gestellt und einfach zu beantworten? Es wird eindeutig gefragt nach Krankheiten, Unfällen etc., und nicht nach schwammigen Angaben wie „Beschwerden“ oder „Auffälligkeiten“. Auch Erbkrankheiten sollten nicht nachgefragt werden und allgemeine Fragen außen vor bleiben.

Die Bedingungen

Mindestens muss eine Versicherbarkeit vom 1. bis zum 16. Lebensjahr vorliegen. Zuvor oder länger als 16 gilt als positiv. Ideal ist ein Ende der Versicherung mit 18 Jahren, Zusatzpunkte gibt es für längere Vertragsdauer. Die Ausschlüsse sollten sich danach richten, was allgemein üblich ist. Gelten diese Einschränkungen nicht, wird das positiv bewertet, sind weitere Einschlüsse in den Bedingungen festgelegt, gilt das als negativ. Ebenfalls positiv in der Bewertung gewichtet: wenn höhere Leistungen zu vereinbaren gehen. Bekommt der Kunde eine Überschussbeteiligung? Beitragsrückvergütungen schlagen besonders positiv zu Buche.

Dies ging nicht in die Bewertung ein:

Beitragsfreistellung bei Tod des Beitragszahlers, Möglichkeit der Dynamik, ist eine zusätzliche Unfallversicherung beinhaltet?

Das Ergebnis:

Nur zwei der untersuchten Versicherungen bekamen ein „gut“. Welche das sind und wie die anderen Anbieter abschnitten, ist im April-Heft der Stiftung Warentest nachzulesen und in einem der nächsten Beiträge auf dieser Seite.

 

 

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