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GKV

Insolvenz City BKK Vereinigte IKK: Krankenkassen vor der Pleite

18. April 2011

Krankenkassen Insolvenz: Unsicherheit bei Kassenpatienten

Das deutsche System der Krankenversicherung scheint an einem Scheidepunkt angekommen. Nach der City BKK mehren sich Berichte, denen zufolge auch die Vereinigte IKK in finanziellen Nöten steckt und von der Pleite bzw. der Insolvenz bedroht ist. Für die Mitglieder der GKV bleibt die Frage, welche Auswirkungen die Insolvenz einer Krankenkasse hat. Insbesondere die Folgen auf den Besuch beim Arzt werden zu einem dringenden Problem.

 

City BKK und Vereinigte IKK von Schließung bedroht

Die City BKK und die Vereinigte IKK machen ein grundlegendes Problem deutlich, dem sich die gesetzliche Krankenversicherung gegenübersieht. Der Zusatzbeitrag, eigentlich als einer der letzten Rettungsanker für die gesetzlichen Krankenkassen gedacht, wird immer mehr zu einem Boomerang, der den Niedergang beschleunigt. Bestes Beispiel ist die City BKK. Nach dem Griff zum Zusatzbeitrag hat sich die Zahl der Mitglieder massiv verringert.

Zusatzbeitrag Grund für Krankenkassen Insolvenz?

Die Folgen liegen klar auf der Hand – noch größere Finanznöte. Aber selbst ohne Zusatzbeitrag reichen die finanziellen Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds nicht aus. Denn die Vereinigte IKK hat Berichten zufolge einen Finanzierungsbedarf von 50 Millionen Euro. Wer als Mitglied einer der beiden Krankenkassen zum Arzt geht, tut dies mit keinem guten Gefühl.

Arztkosten weiter gedeckt

Die Behandlungskosten werden aber auch weiter gedeckt. Denn im Fall der Insolvenz springen zuerst die anderen Krankenkassen der Sparte ein. Im Fall der City BKK wären dies die Betriebskrankenkassen. Erst wenn diese Mittel nicht mehr reichen, müssen die anderen gesetzlichen Krankenversicherungen in die Spur. Geht die Krankenkasse Pleite, heißt es für die Versicherten aber handeln.

 

Wechsel in Krankenkassen ohne Zusatzbeitrag

Denn es ist der Wechsel in eine andere Krankenversicherung notwendig. Es bleiben nur 14 Tage, um den Wechsel aus freien Stücken zu vollziehen. Wer diese Frist versäumt, wird seitens des Arbeitgebers quasi zwangsversichert. Und muss an dieser Stelle mit Nachteilen rechnen, ohne selbst noch etwas dagegen tun zu können.

 

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