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Gesundheit

Husten-Telefon: Silometer wieder für Patienten erreichbar

21. November 2011

 Mit dem vom Fraunhofer Institut entwickelten „Silometer“ können Hustengeräusche per Telefon analysiert werden. Nach der Analyse erhält der Patient eine Auskunft darüber, an welcher möglichen Erkrankung er leiden könnte. Konnte das Silometer die Hustengeräusche nicht eindeutig identifizieren und einer Erkrankung zuordnen, so folgt die Ansage „Ihren Husten konnten wir leider nicht eindeutig identifizieren, lassen Sie sich von einem Arzt oder Apotheker beraten.“ Auch ab jetzt ist das Silometer wieder für Husten-Patienten erreichbar.

 

Husten-Analyse per Telefon

Gerade jetzt im Winter ist das Silometer den Menschen von großem Nutzen, da die Zahl der an Husten leidenden Menschen im Winter besonders hoch ist. Entwickelt wurde das Silometer vom Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologien. Dabei werden mithilfe einer speziellen Software die Hustengeräusche des Anrufers in Echtzeit analysiert, um dem Patienten eine schnellstmögliche Antwort geben zu können. Die Entwicklung des Gerätes dauert rund 2 Jahre, im Winter 2010 war das Silometer erstmals für Patienten in einem erreichbar. Die Erfolgsquote des Geräts liegt nach Aussage der Fraunhofer Instituts bei rund 80 Prozent. Der Vorteil des Gerätes liegt darin, das je nach Art des Hustens und der damit verbundenen Erkrankung verschiedene Behandlungsarten erforderlich sind. So können Patienten von Zuhause abschätzen, ob das Aufsuchen eines Arztes erforderlich ist, oder nicht.

 

Hinweise zur Herkunft des Hustens

Dass sich die Entwicklung des Gerätes gelohnt hat, zeigt das große Patienteninteresse aus dem vergangenen Jahr, als täglich rund 200 Menschen die Dienste der Software in Anspruch nahmen. Insgesamt nutzen 2010/2011 rund 30.000 das Gerät für eine Hustenanalyse. Einen echten Arztbesuch soll und kann die Software natürlich nicht ersetzen, allerdings bietet es die Möglichkeit einer ersten Einschätzung. Dabei erhalten Patienten nach der Analyse ihres Hustens Hinweise zur Herkunft (Raucherhusten, Reizhusten oder „normaler“ Husten aufgrund eines grippalen Infekts).

 

 

Silometer kann Arztbesuch nicht ersetzen

Die Nutzung des Husten-Telefons ist dabei recht simpel. Nach Anruf der Service Hotline 0800 0007178 erklärt eine Frauenstimme dem Patienten den Ablauf. Zunächst erfolgt eine kurze Einweisung sowie eine Erklärung, dass das Telefonat keinen Ersatz für einen Arzt- oder Apothekerbesuch bietet, sondern lediglich eine Ergänzung bzw. eine Vorabmöglichkeit dazu bildet. Danach muss der Patient für die Analyse mehrere Male aus rund 30 Zentimeter Entfernung in den Hörer husten. Die Software analysiert die Hustengeräusche daraufhin in Echtzeit und gibt dem Patienten dann erste Informationen dazu, um welche Hustenart es sich handeln könnte und wessen Ursprung diese entstammen könnte. Die Hotline ist noch bis Ende März 2012 für Patienten erreichbar.

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