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Gesundheit

HUS – Gefährliche Komplikation des EHEC-Virus

24. Mai 2011

 

 

 

Die Zahl der an EHEC erkrankten Menschen steigt immer weiter. In Deutschland sollen nun schon über 140 Menschen an dem gefährlichen Darmkeim erkrankt sein. Bei weiteren 160 Patienten besteht der Verdacht, dass sie sich ebenfalls mit dem Virus infiziert haben. Im Krankheitsverlauf führt der Virus zu Durchfall, Erbrechen und Bauchkrämpfe.

 

Meisten Erkrankten kommen aus Norddeutschland

Der EHEC-Erreger löst bei den Betroffenen große Bauchschmerzen, blutigen Durchfall sowie Erbrechen aus. Bei einigen Patienten verläuft die Krankheit besonders schwer und führte bereits zu bleibenden Nierenschäden. Bei 2 Patienten hat die Krankheit ein derartig kritisches Stadium erreicht, dass sie künstlich beatmet werden müssen. Die meisten Erkrankten kommen aus Norddeutschland. Es wurden aber auch Fälle in Nordrhein-Westfalen, Hessen, sowie Bayern und dem Saarland festgestellt.

 

Gefährliche Nebenwirkung: HUS

Die EHEC-Infektion bringt aber auch noch eine gefährliche Nebenwirkung mit sich: HUS. Bei HUS kann es zu akutem Nierenversagen, Blutarmut sowie zur Störung der Blutgerinnung kommen. Alleine in Hamburg leiden 28 Menschen daran. Bei 9 der 13 erkrankten Kinder ist es so schlimm, dass sie an eine Dialyse angeschlossen werden mussten. Behandelt werde die Krankheit vorrangig mit Antidurchfallmitteln, da sich bei einer Behandlung mit Antibiotika der Zustand der Patienten noch verschlechtern könne.

 

 

Ursache weiterhin unbekannt

Aktuell sind die Forscher noch ratlos, woher genau der gefährliche Keim stammen könnte. Eine erste Vermutung, der Keim würde über Rohmilch, Frischkäse oder Rundfleisch übertragen werden, ist nun doch sehr unwahrscheinlich. Laut Forschern hatten die infizierten Patienten kaum Lebensmittel aus diesen Bereichen zu sich genommen. Gemüse als Ursache für einen derartigen Lebensmittelkeim ist aber auch sehr ungewöhnlich, so Anselm Lehmacher, Lebensmittelchemiker.

 

 

 

 

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