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Gesundheit

Homöopathie: Kostenerstattung Krankenversicherung

25. Februar 2011

Immer mehr Menschen wenden sich von der klassischen Schulmedizin ab und suchen alternative Heilmethoden auf, die schonender und nicht selten gleichzeitig effektiver sind. Vor allem die Homöopathie konnte in den vergangenen Jahren viele neue Patienten für sich gewinnen. Die gesetzliche Krankenkasse hat erst kürzlich die Homöopathie aus dem Leistungskatalog gestrichen, während die private Krankenversicherung Kosten für die homöopathische Behandlung erstattet.

Ähnlichkeitsprizip bei der homöopathischen Heilung

Die Homöopathie geht zurück auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann, der 1796 sein Prinzip der Ähnlichkeit veröffentlichte. Nach Ansicht Hahnemanns soll Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden. Er wendete daher Arzneien an, die bei Gesunden die gleichen Symptome hervorrufen können wie die der Erkrankten. Diese Arzneien wurden dann stark verdünnt und potenziert. Der Grund hierfür ist die vielfach giftige Wirkung der Substanzen.

Anwendungsgebiete der Homöopathie

Die Homöopathie kann bei sehr unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden. Die Möglichkeiten der Behandlung reichen von Magenschmerzen über Kopfschmerzen bis hin zu Erschöpfungserscheinungen und Bluthochdruck. Der Homöopath wird den Patienten vor der Gabe der Medikamente ausführlich untersuchen, so dass er das jeweilige Mittel sehr gut einsetzen kann. Auch bei Kindern konnte die Homöopathie bereits gute Erfolge erzielen. Viele Erkrankungen konnten dabei ohne den Einsatz von Antibiotika und somit natürlich geheilt werden.

Kostenserstattung Homöopathie

Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen müssen gewünschte Homöopathiebehandlungen in der Regel aus eigener Tasche finanzieren. Der Grund ist, dass bisher noch keine wissenschaftlichen Nachweise über die Wirksamkeit der Homöopathie zu finden sind. Die privaten Krankenkassen hingegen übernehmen derartige Behandlungen in den meisten Fällen, und zwar vollumfänglich. Getragen werden nicht nur die Behandlungen der Homöopathen, sondern auch die von diesen verschriebenen Medikamente.
Gesetzlich Versicherte, die sich dieser Behandlungsform ebenfalls widmen wollen, sei der Abschluss privater Krankenzusatzversicherungen für den ambulanten Bereich empfohlen, die ebenfalls die Kostenübernahme der Homöopathie bieten. Auch spezielle Zusatzversicherungen für alternative Behandlungsformen können lohnend sein.

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