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GKV

HEK will City BKK Mitglieder nicht

10. Mai 2011

Für die Versicherten der City BKK sind in der vergangenen Woche hektische Zeiten angebrochen. Sie müssen sich in den nächsten Wochen um eine neue Krankenversicherung bemühen, da die City BKK zum 1. Juli geschlossen wird. Verwirrung stiften Presseberichte, wonach die Hanseatische Krankenkasse HEK angeblich versucht, gerade die älteren Mitglieder der City BKK abzuwimmeln.

 

Krankenkassen dürfen Versicherte nicht ablehnen

Aufgekommen waren die Presseberichte, nachdem die „FTD“ über die Praxis der HEK berichtete. Laut „Financial Times“ erklärten Mitarbeiter der GKV, dass bei einem Wechsel von der City BKK zur HEK unter anderem die Rabattverträge in Bezug auf die Arzneimittel geprüft werden müssten. Des Weiteren hätte es zu nachteiligen Gutachten zur Pflegestufe kommen können.

Aufgrund solcher Aussagen entsteht bei den älteren Versicherten der City BKK, beim Eintritt in die HEK schlechter gestellt zu werden. Eine Annahme, die jeder Grundlage entbehrt. Denn die Krankenkassen dürfen weder Versicherte aus der City BKK ablehnen noch deren Leistungen einfach nach Gutdünken zusammenstreichen.

 

Verunsicherung als KO-Kriterium

Sollten die Berichte stimmen und die HEK trotz anderslautender Erklärungen zu solch einer Praxis greifen, ist mit Folgen zu rechnen. Viele Versicherte würden sich unter dem Eindruck solcher Aussagen sicher gegen die HEK entscheiden. Seitens der Hanseatischen Krankenkasse wurde der Bericht der „FTD“ dementiert. Trotzdem haben auch andere Nachrichtenblätter die Meldung aufgegriffen.

Wer als freiwillig gesetzlich Versicherter sich nach dem Aus für die City BKK eine neue Krankenversicherung suchen muss, hat die Chance auf den Eintritt in die PKV. Die Frist für den Versicherungswechsel läuft noch bis Herbst 2011. Für die HEK könnte das Ganze noch ein unangenehmes Nachspiel haben.

 

 

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