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Gesundheit

Hautkrebs: Vorsorge mit 35

4. Mai 2011

Mit 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr stellt Hautkrebs eine der häufigsten Tumor-Erkrankungen im Land dar. Im Jahr 2008 haben sich alle gesetzlichen Versicherer darauf geeinigt, dass jeder Deutsche, egal ob Risikogruppe oder nicht, alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung hat. Matthias Augustin, Leiter am Hamburger Computerzentrum Versorgungsforschung der Uniklinik Hamburg-Eppendorf, rät allen diese Möglichkeit wahrzunehmen, denn nur mit einer zeitigen Diagnose kann die Sterblichkeit durch Hautkrebs effektiv gesenkt werden.

 

Mit Aufklärung zum Erfolg gegen Hautkrebs

Aufklärung sollte als erster Schritt betrieben werden, damit die Ernsthaftigkeit des Themas in das Bewusstsein der Bevölkerung dringt. Denn Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs. Er wird vorrangig in zwei Gruppen unterteilt, weißer Hautkrebs (Basaliom) und schwarzer Hautkrebs (Melanom). Der Unterschied besteht darin, dass das Basaliom als „halb“-gutartig gilt, denn es bildet in den seltensten Fällen Metastasen. Schwarzer Hautkrebs ist hingegen die Krankheit mit der weltweit höchsten Todesrate aller Hauterkrankungen und alle 7 Jahre verdoppelt sich in etwa die Zahl der Neuerkrankungen.

 

Besonders gefährlich macht den schwarzen Hautkrebs das frühzeitige Ausbilden von Metastasen und somit der Übergriff auf innere Organe. Als Ursache gilt hauptsächlich die UV-Strahlung. Weißer Hautkrebs tritt vorrangig im Gesicht oder den Händen auf, also permanent der Sonne ausgesetzten Körperstellen. Schwarzer Hautkrebs kann überall auftreten. Eine Beratung durch den Arzt sollte auch beinhalten, das Sonnenbrand im Kindesalter und der Besuch der Sonnenbank das Risiko um ein Vielfaches steigen lässt.

 

 

Das Bewusstsein der Verbraucher erhöhen

Auch wenn laut Umfragen 95 Prozent eine Voruntersuchung befürworten, so haben doch erst 31 Prozent eine solche machen lassen. Dabei ist eine solche Untersuchung vollkommen harmlos und schmerzlos – es braucht nur eine Lampe und den geschulten Blick eines Arztes.

 

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