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PKV

HanseMerkur PKV: Großes Wachstum durch Einsteigertarife

30. März 2012

Das Geschäft mit den Billigpolicen in der privaten Krankenversicherung wurde in der Vergangenheit immer wieder heftig kritisiert. Der größte Vorwurf seitens vieler Kritiker ist es, dass sich die private Krankenversicherung so eine große Zahl der nichtzahlenden Versicherten selbst ins Boot geholt hat. Die HanseMerkur will jedoch entgegen der großen Kritik auch weiter mit den günstigen Einsteigerpolicen wachsen. Der stellvertretende Vorstandschef,  Eberhard Sautter wies zudem alle Befürchtungen von sich, durch die Billigpolicen benachteiligt zu werden.

 

Versicherer kehren Einsteigertarifen den Rücken zu

Bereits in den letzten 3 Jahren konnte die HanseMerkur einen unglaublichen Fortschritt bzgl. ihres Wachstums machen, nun will der Versicherer weiter wachsen. Mit an Bord auch weiterhin die günstigen Einsteigertarife, die jedoch nicht bei jedem auf Anklang treffen. Jedoch waren es genau diese Tarife, welche der HanseMerkur zu einem derartigen Wachstum verholfen hat. Aufgrund der großen Kritik und den Problemen, die viele dieser Policen mit sich bringen, stiegen viele Krankenversicherer bereits im vergangenen Jahr aus dem Billigtarifsegment aus und fokussierten ihre Geschäftsbereiche zunehmend auf Tarife für Besserverdiener und Selbstständige.

 

Ziehen Billigtarife Nichtzahler an?

Das größte Problem der Billigtarife stellten dabei die Nichtzahler da. Viele Menschen nutzen die Chance und wechselten aufgrund der günstigen Beiträge in die PKV, obwohl sie sich diese eigentlich gar nicht leisten konnten. Bereits kurz nach den ersten Beitragserhöhungen konnten viele Versicherte ihre Beiträge zur PKV nicht mehr zahlen. Insgesamt sind es momentan rund 150.000 Versicherte die ihre Beiträge zur privaten Krankenversicherung die seit 3 oder mehr Monaten ihre Beiträge nicht mehr gezahlt haben.

 

 

HanseMerkur will an Einsteigertarifen festhalten

Der stellvertretende Chef der HanseMerkur, Eberhard Sautter jedoch sieht keine Gefahr in den Billigpolicen. Man habe das Geschäftsmodell bereits seit einigen Jahren in Betrieb und es rechnet sich, erklärt Sautter. Seine Kritik galt vor allem den Konkurrenten, sich nach dem eigenen Scheitern auf dem Sektor der Einsteigertarife dafür einsetzen, dass diese aus der kompletten Branche verbannt werden. Auch den Anschuldigungen, die HanseMerkur würde sich mit ihrem momentanen Geschäftsgebaren Probleme „ans Bein binden“, wies Sautter zurück. Trotz des riesigen Wachstums, welches die HanseMerkur momentan verzeichne, sei die Schadensquote auf einem sehr guten Niveau.

 

Einsteigertarife bescheren HanseMerkur großes Wachstum

Mit ihrem Wachstum liegt die HanseMerkur deutlich über Marktniveau. Während der Branchendurchschnitt nur um 4,8 Prozent bei den Beitragseinnahmen zulegen konnte, lag das Wachstum im Bereich der Beitragseinnahmen der HanseMerkur bei 18,4 Prozent (846 Millionen Euro). Knapp drei Viertel des Wachstums ist dabei jedoch auf die Einsteigertarife zurückzuführen.

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