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Politik

GOÄ: Regierung plant weitere Reform

24. November 2011

Die Reform der Gebührenordnung für Zahnärzte ist noch nicht lange her, da wird auch bereits über eine Reform der Gebührenordnung für Ärzte diskutiert. Da jedoch viele Experten vom Umfang der GOZ-Reform enttäuscht waren, will die Bundesärztekammer (BÄK) bei der kommenden GOÄ-Reform enger mit den privaten Krankenversicherern und anderen zugehörigen Personen arbeiten, um alle Seiten zufriedenzustellen. Dies bestätigte auch die stellvertretende Geschäftsführerin der BÄK, Dr. Regina Klakow-Franck.

 

Engere Zusammenarbeit bei GOÄ-Reform

Die letzte Aktualisierung der Gebührenordnung für Zahnärzte fang 1988 statt. Für eine Überarbeitung und Modernisierung war es daher an höchster Zeit. Auch bei der Gebührenordnung für Ärzte müsse daher eine Modernisierung angestrebt werden, deren letzte Überarbeitung liegt mit 27 Jahren sogar noch länger zurück. Allerdings sei auch hier wie bei der GOZ keine einvernehmliche Lösung möglich. Es sei an der Zeit, sich mit allen Beteiligten zusammen zu setzen, um eine möglichst gute Lösung für alle Seiten zu finden. Klakow-Franck schlug weiterhin vor, einen Ausschuss aus verschiedenen am Gesundheitswesen beteiligten Parteien zu gründen, welcher dann regelmäßige Erneuerungen und Überarbeitungen zu GOÄ einreicht. Diese müssten dann lediglich durch das Bundesgesundheitsministerium (BGM) überprüft werden und könnten dann in die GOÄ aufgenommen werden.

 

Kostenniveau soll gehalten werden

Nachdem bereits die Überarbeitung der GOZ einige zusätzliche Kosten für die privaten Krankenversicherer mit sich brachte, dürfte sich ein ähnliches Bild auch bei der GOÄ abzeichnen. Allerdings gab Klakow-Franck zu Wort, dass es das klar definierte Ziel sei, die Kosten für alle Beteiligten zu halten bzw. zu senken. Versicherte mit einer privaten Krankenzusatzversicherung sollten hier von möglichen zusätzlichen Kosten verschont bleiben, lediglich gesetzliche Versicherte ohne Zusatzpolice müssten für die zusätzlichen Kosten selber aufkommen.  Die Dringlichkeit der Überarbeitung wird auch von der Liste mit neuen Behandlungen unterstrichen, auf der momentan rund 800 Leistungen auf eine Eintragung in die GOÄ warten.

 

 

Beteiligte von GOZ-Reform enttäuscht

Viele Experten erwarten nun einen wesentlich größeren Schritt als  bei der Reform der GOZ. Zur Reform der GOZ sagte der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Peter Engel, dass sie zwar überfällig gewesen sei, der Regierung jedoch kein großer Schritt gelungen sei.

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