zum Inhalt

GKV

GKV: Zusatzleistungen sollen erweitert werden

17. Juni 2011

 

Gesundheitsminister Daniel Bahr will den Wettbewerb und Krankenkassen wieder ein wenig ankurbeln. In Zukunft sollen die gesetzlichen Krankenkassen auch rezeptfreie Medikamente sowie Zahnärztliche Zusatzleistungen wieder bezahlen.

 

Mehr Spielraum für gesetzliche Krankenkassen

Kürzlich hatte ja noch Philipp Rösler mit seiner Gesundheitsreform einige Regeln für die gesetzlichen Krankenkassen festgelegt, nun will Daniel Bahr dieses wieder ein wenig lockeren bzw. ganz aufheben und den Krankenkassen mehr Spielraum lassen. So könnten die Kassen bspw. demnächst wieder die Kosten für rezeptfreie Medikamente übernehmen, die ja normalerweise selbst gezahlt werden müssen. Diese Details entspringen aus einem Entwurfs von Bahrs Versorgungsgesetz. Die privaten Krankenkassen laufen unterdes Sturm. Sie sind mit einer derartigen Regelung ganz und gar nicht einverstanden und befürchten ein großes Abwandern ihrer Versicherten.

 

Satzungsleistungen werden erweitert

Bisher war der Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen durch die Gesundheitsreform Röslers sehr eingeschränkt. Sie können nur rund 5 Prozent ihrer Leistungen selbst bestimmen, aber auch bei den sogenannten Satzungsleistungen gibt es Einschränkungen. So konnten die Krankenkassen bisher beispielsweise Therapien oder Akupunkturen übernehmen. Nun soll den Krankenkassen auch Spielraum bei Medikamenten und Zusatzleistungen eingeräumt werden.

 

GKV soll für Vielverdiener wieder attraktiver werden

Grund für dieses Änderung: Die gesetzliche Krankenkasse soll für Gutverdiener wieder attraktiver werden. Mit mehr Freiraum könnten sich die gesetzlichen Kassen besser profilieren. Anfang des Jahres waren viele Versicherte aus der GKV in die eine private Krankenversicherung gewechselt. Dies soll sich nun ändern. Bahr will mit seinem neuen Versorgungsgesetz die Angebotsmöglichkeiten für Satzungsleistungen ausbauen.

 

 

Private Krankenkassen laufen Sturm

Während die gesetzlichen Krankenkassen den Entwurf Bahrs begrüßen, laufen die privaten Krankenversicherer Sturm. Der Direktor der PKV, Volker Leienbach sprach am Donnerstag sogar von einem „ordnungspolitischen Sündenfall“. Gesetzliche Krankenkassen seien durch ihren Rechtsstatus dazu privilegiert, außer Pflichtleistungen keine weiteren Leistungen anzubieten.

 

 

 

Weitere Artikel aus dieser Kategorie