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GKV

GKV: Zusatzbeitrag-Erhebung kein Wechselgrund für viele Versicherte

28. Juni 2011

 

Viele Krankenkassen müssen in die Zeiten Zusatzbeiträge erheben, um ihre finanzielle Situation aufzubessern. Oftmals bringt die Erhebung eines Zusatzbeitrages auch einen großen Mitgliederschwund mit sich. Allerdings würden viele Versicherte erst ab einem Zusatzbeitrag von 19 Euro ihre Krankenkasse wechseln. Auch bei denen, die bereits einen Zusatzbeitrag zahlen, würde nur jeder Fünfte es in Betracht ziehen, seine Krankenkasse zu wechseln.

 

Nur jeder 7. würde aufgrund von Zusatzbeiträgen wechseln

Zu diesem Ergebnis kam die Wirtschaftswoche in einer aktuellen Umfrage. Demnach würden nur wenige gesetzlich Versicherte ihre Krankenkasse aufgrund der Erhebung eines Zusatzbeitrages wechseln. Insgesamt wechsele nur rund jeder 7. Versicherte seine Krankenkasse aufgrund von Zusatzbeiträgen.

 

Erhebung eines Zusatzbeitrages

Seit 2009 können die gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben, wenn Sie mit den Zuschüssen aus dem Gesundheitsfond nicht auskommen. Gesetzlich Versicherte können bei der Erhebung von Zusatzbeiträgen von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und sich sofort eine neue Krankenkasse suchen.

 

Zusatzbeitrag sollte Wettbewerb der Krankenkassen ankurbeln

Anfang 2010 wurde die Höhe des Zusatzbeitrages heraufgestuft. Durfte der Zusatzbeitrag bis Ende 2010 maximal nur ein Prozent des Bruttoeinkommens betragen, so ist die Höhe seit Anfang 2011 nach oben hin offen. Ursprünglich sollte diese Maßnahme den Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen ankurbeln.  Allerdings entwickelt sich der Zusatzbeitrag immer mehr zur letzten Hoffnung für finanziell angeschlagene Krankenkassen. Im Falle der City BKK konnte allerdings auch die Erhebung eines Zusatzbeitrages die Insolvenz nicht verhindern.

 

 

Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse

Der Wechsel in eine Krankenkasse sollte allerdings nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Zusatzbeitrages in Betracht gezogen werden. Auch andere wichtige Kriterien, wie die Kooperationspartner für private  Krankenzusatzversicherungen oder die individuellen Satzungsleistungen der Krankenkasse.

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