zum Inhalt

PKV

GKV: Zeitlich beschränkte Abschaffung der Praxisgebühr gefordert

20. März 2012

Ursprünglich plädierte die FPD dafür, die Praxisgebühr aufgrund des großen Überschusses des Gesundheitsfonds komplett abzuschaffen. Nun lenkte jedoch der Parteivorsitzende Rainer Brüderle ein und schlug vor, die Praxisgebühr zunächst nur für einen befristeten Zeitraum von beispielsweise 2-3 Jahren auszusetzen. Daniel Bahr schlug vor, man könne die Praxisgebühr auch nur bei bestimmten Medizinern aussetzen.

 

Praxisgebühr verfehlte Ziel

Ursprünglich war die Praxisgebühr dafür gedacht, dass Arztbesuch-Verhalten der Deutschen kontrollieren zu können und überflüssige Arztbesuche zu vermeiden. Das Vorhaben schlug jedoch fehl, viele Menschen ließen sich auch von der Praxisgebühr nicht von einem Arztbesuch abhalten. Mittlerweile stellt die Praxisgebühr lediglich eine attraktive Zusatzeinnahmequelle für die Krankenkassen dar, die so rund 2 Milliarden Euro zusätzlich zu Verfügung haben.  In den vergangenen Wochen stießen immer wieder verschiedene Politiker und Experten Diskussionen um die Verwendung der angesammelten Überschüsse des Gesundheitsfonds an.

 

Praxisgebühr nur bei bestimmten Ärzten

Während die FPD ursprünglich für eine komplette Abschaffung der Praxisgebühr plädiert hat, wurde der Vorschlag mittlerweile auf eine begrenzte Aussetzung der Praxisgebühr abgeändert. Gesundheitsminister Daniel Bahr schlug unterdes vor, die Praxisgebühr nur bei bestimmten Ärzten auszusetzen. Auch wenn sich die aktuellen Überschüsse auf über 4 Milliarden Euro belaufen, so soll es doch bereits bald schon vorbei sein mit rosigen Zeiten. Experten sagten dem Gesundheitsfond für 2014 ein Minus von rund 6,8 Milliarden Euro voraus. Unter Berücksichtigung dieser Prognose stellt sich natürlich die Frage, ob eine Ausschüttung der Überschüsse oder eine Aussetzung der Praxisgebühr sinnvoll sei.

 

 

Senkung des Krankenkassenbeitrags

Ginge es nach der CDU, so sei eine Senkung des momentanen Beitrags zur Krankenversicherung von 15,5 Prozent am sinnvollsten. An der Praxisgebühr will die CDU jedoch festhalten, da diese neben den Mehreinnahmen auch den Vorteil bietet, dass sie sich zur Bildung von Rücklagen eignet. Zudem sollte man auch beachten, dass die Rabatte der Krankenkassen mit den Arzneimittelherstellern nicht ewig laufen und in absehbarer Zeit auslaufen würden. Die Kosten für Arzneimittel und Arzthonorare könnten also sehr schnell wieder ansteigen.

 

Weitere Artikel aus dieser Kategorie